Verhaftet, jedenfalls beinahe (Teil 1/3)

Es war am Freitag, letzte Woche Freitag, ich bin gerade vom Sport zurück, selbstredend, dass ich in solchen Fällen mit dem Fahrrad fahre, also ich.. durchgeschwitzt und auf dem Weg zur Dusche, zunächst also, alles wie immer… da klingelte das Telefon.

“Spreche ich mit Wolfgang Wilhelm Rudi Bornemann?” Diese Anrede haut mich um, wer kennt alle meine Vornamen und spricht mich damit am? Ich habe also bestätigt “Ja”. “Ja hier Polizeirevier Gronau, Mühr am Apparat”, teilte mir eine Frauenstimme mit. “Gegen Sie liegt ein internationaler Haftbefehl vor. Ich müsste Sie umgehend abholen, wenn, ja wenn nicht ihr tadelloses Führungszeugnis dagegen sprechen würde, kein Eintrag, alles bestens, auch die Kollege hier wissen nichts Negatives zu berichten.”

„Der Haftbefehl ist uns gerade vom BKA in Wiesbaden zugestellt worden. Was können Sie zu Ihrer Entlastung sagen, Herr Bornemann?“ Ich: „Wie bitte“? „Ach“, fiel sie mir ins Wort,

„Wissen Sie was, ich gebe Ihnen jetzt die Telefonnummer vom Bundeskriminalamt in Wiesbaden und eine halbe Stunde dazu, um den Vorfall mit den Kollegen dort zu klären.“, dröhnte sie in mein Ohr. „Notieren Sie folgende Nummer!“  Ich Telefonnummer aufschreiben? Das war schon unter normalen Umständen ein mühsames Unterfangen, etwas auf herkömmliche Art und Weise mit einem Stift wieder erkennbar zu Papier zu bringen, jetzt…. aussichtslos. Erschwerend kommt weiter hinzu, dass ich das Telefon aufgrund der durch dieses Telefonat kräftig angeheizten Überbewegungen nicht ruhig und besonnen am Ohr hielt, sondern schwungvoll durch den Raum schleuderte, was zwangsläufig zur Unterbrechung des Telefonats führte.

Am Klingeln erkannte ich dann, dass es unter dem großen IKEA – Regal gelandet war. „Ich kann Sie auch gleich abholen lassen!“, fauchte mich die nette Polizistin des Polizeireviers Gronau an, die es ja offensichtlich so gut mit mir meinte und mir anbot, von allerhöchster Stelle eine Information zu bekommen, warum ich verhaftet werden sollte.

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