Schreib meine Geschichte: Der Giftzwerg

Liebe Bika,
das ist ja echt interessant!! Also Giftzwerg nennst du mich liebevoll?
Dieses Aufblähen, wie du es nennst, mache ich nur, um deine volle Aufmerksamkeit zu erhaschen. Liebe Bika, ich kenne dich nun lange genug, um zu wissen, dass du mich nicht magst. Du beschäftigst dich lieber mit Singen sowie deiner Malerei und Schreiberei. Wobei ich mich schon etwas geschmeichelt fühle, wenn du mir ganz persönliche Zeilen im Dopamin-Buch widmest.

Und mich malen -au ja- das wäre auch mal fein. Ich sehe dein Kunstwerk schon klar vor Augen: Ein niedlicher Zwerg mit Gift. Das habe ich schon richtig verstanden? Du redest schon vom englischen gift – also Geschenk? Ja das bin ich! Ein Geschenk!

Ach ja, eines wollte ich dir noch sagen liebe Bika: dich bei deiner Meditation oder deinem mentalen Spaziergang an deine Lieblingsorte zu begleiten, das mag ich nicht so gerne, da ziehe ich mich dann zurück.

Übrigens, manchmal werde ich aber auch ein wenig eifersüchtig – und zwar dann, wenn du von deinem Gärtlein und von deinen Engelkindern schwärmst.
Aber ich stimme dir zu: Angst und Hoffnung liegen nah beieinander!

Canty

 

Originaltext: Meine Ängste, meine Hoffnung

Logbucheintrag XLLCVI – speichern unter [Privates]

Wir schreiben das Jahr 2050. Heute jährt sich zum zehnten Mal der Tag, an dem wir den größten medizinischen Durchbruch aller Zeiten erlebt haben: Alle neurologischen Erkrankungen konnten auf einen Schlag behandelt werden und sind jetzt Geschichte.

“Logbucheintrag XLLCVI – speichern unter [Privates]” weiterlesen

Und nun? 2

Meine liebe Dini, du willst mich aber genau kennenlernen und lässt mein Allerinnerstes untersuchen. Tja, dass ich kein 0-8-15 Parkinson bin, hattest du ja fast schon vermutet.

“Und nun? 2” weiterlesen

Und nun?

Nachdem ich nun drei Monate gewartet habe, ist das erste Ergebnis des Gentests da und als hätte es mich verwundert, ist es keine der üblichen Gene. Trotz alledem hatte ich gehofft, dass sie etwas finden.
“Und nun?” weiterlesen

Meine Ängste, meine Hoffnung

Ich fange mal mit meinen Ängsten an.

Der kleine Giftzwerg, wie ich ja meinen Parkinson nenne, wird an manchen Tagen ganz groß, er bläht sich regelrecht auf und wird zum Monster. Das bedeutet ich habe Schmerzen, kann mich nicht bewegen, schwanke und fühle mich elend und erschöpft.

“Meine Ängste, meine Hoffnung” weiterlesen