Nicht jedem sein Allheilmittel

Parkinson und Cannabis im Selbstversuch

Wie kann ich meine Lebensqualität mit meiner Erkrankung trotzdem erhalten?

Pfff. geiles Thema, stelle ich fest. Und muss nachdenken, wie ich das unter einen Hut bekommen kann. Hm, ich muss lachen. Ach ja, das wäre das erste, Lachen aus vollem Rohr oder hinten drin, verschmitzt.

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Parkinson und Cannabis

Moin liebe Gemeinde.
Dann möchte ich doch mal einen zum Monatsthema zum Besten geben.
Also, es war in einer lauen Sommernacht…..(Ha Ha).

Nee, ok also, …
Cannabis ist mir ab und an genau so wichtig wie meine Parkinson Medikamente. Ich merke dann, dass ich Zug um Zug immer ruhiger und vor allen Dingen richtig geschmeidig werde. Das ist bei mir die Zeit, wo mal alles ausgeblendet wird und wir auch mal schön ablachen können. Neulich zum Beispiel, da haben wir uns eine 0,5 er Sportzigarette fertig gemacht und große Reden geschwungen, z.B.: Nie wieder L-Dopa, lach… hatte dann auch meine letzte Dosis um 22.00 Uhr weg gelassen, (böse Falle) .

Ich denke, dass um Cannabis als solches viel zu viel Rummel gemacht wird.

Von wegen Suchtfaktor.

Ich glaube, nein, ich weiß, dass unsere lieben Agonisten etc., eine Spur fetter sind als Cannabis – vom Suchtverhalten her.

Es sei auch dazu gesagt, dass ich Cannabis nicht täglich oder regelmäßig konsumiere. Aber wenn mal wieder eine stressige Zeit überwunden wurde, passt es bei mir gut rein und man denkt sich, was veranstalten der Staat und die Pharmaindustrie bloß? Haut raus das Zeug und gut, denn es beruhigt ja nicht nur mich als Parkinsonbetroffenen, sondern auch andere Leute, die z. B. mit Krebs und was weiß ich ansitzen.

Als ich im Dezember auf Reha war, gab es einige, die sich mal einen schönen Abend damit bereitet haben. Doch leider ist zur Zeit der Kurs ziemlich hoch und wir sind ja beim Dealer des Vertrauens nicht zuzahlungsbefreit, lach….

Also ich für meinen Teil, finde es gut. Klar, dass man sich zu Hause einen dicken Kopp rauchen kann und dann selbstverständlich nicht mehr am Straßenverkehr etc. teil nimmt. Ich möchte das auch hier nicht beschönigen oder so, soll jeder machen wie er meint.
In diesem Sinne….
verqualmte Grüße

Daniel

Das Selbstexperiment

Schon lange vor meiner Diagnose war der Tremor im rechten Bein ein fester Bestandteil von mir geworden. Das deutlich später einsetzende Zittern der rechten Hand führte mich dann schließlich zum Neurologen und der Diagnose Parkinson.

Therapeutisch wurde auf einen Dopaminagonisten gesetzt, welcher aber selbst bei höchster Dosierung keine wirkliche Linderung meiner starken Überaktivität von Hand und Bein brachte. Auch der Wechsel auf ein anderes Präparat scheiterte was den Tremor betraf in Erfolglosigkeit.

Nachdem ich nun seit 50 Jahren auf Erden weilte und ich keine Berührung mit illegalen Substanzen hatte, ergab sich aber die Gelegenheit, an eine dieser Substanzen namens Cannabis heran zu kommen. Über die Qualität dieser Ware kann ich nichts sagen, aber ich wollte dennoch ein Selbstexperiment starten.

Also nutze ich einen schönen Sommerabend und versetze legale Tabakwaren mit diesem illegalen Zusatz. Zitternd setze ich mich gemütlich auf meine Terrasse und genoss diese Mischung. Nach etwa 10 Minuten kehrte eine enorme Ruhe in meinen Körper ein, die nicht nur geistiger Natur war. Von einem Tremor war in keiner Weise auch nur ein Ansatz zu spüren. Somit wäre für mich nun das Wundermittel gegen das übermäßige Zittern gefunden. Dennoch hatte ich beschlossen, nicht in die Illegalität zu verfallen und habe es bei diesem einmaligen Versuch belassen.

Nachdem ich zwischenzeitlich auch wissenschaftliche Literatur zum Thema Cannabis als Medizin gelesen habe, wundere ich mich nur, warum es in unserem Land so schwer ist, diesen Wirkstoff auf legalen Wegen zu bekommen. Es könnte doch so manch chronisch Krankem Linderung zukommen, welche erheblich billiger als pharmazeutische Präparate wäre, von eventuellen Nebenwirkungen will ich hier gar nicht reden.

Was bleibt, ist die Hoffnung auf ein Umdenken in unserem Gesundheitssystem und vor allem in der Politik unseres Landes.

Kotti

Cannabis vs. Medikamente

Die erste Frage sollte sein warum wird das Thema so totgeschwiegen? Warum ist es nicht leichter an Erfahrungen zu kommen?

Nun, viele wissen das Cannabis bei einigen Krankheiten helfen kann. Was mich anbelangt, ja ich habe es versucht, bei so einem nervigen Tremor versucht man fast alles. Und die Schmerzen und Krämpfe machen die Entscheidung zum Selbstversuch noch einfacher.

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