Einmal noch, BITTE!

Manchmal denke ich zurück, wann fing es an mit den Einschränkungen?
Wann war es, als die Welt noch in Ordnung war?
Wann war es, als ich noch schnell dem Bus hinterher lief?
Wann war es, als ich ausgeschlafen morgens aus dem Bett sprang?
Wann war es, als ich noch spontan meine Freizeit gestalten konnte?
Wann war es, als ich meine Inliner raus holte und versuchte den Frühling zu fangen?
Wann war es, als eine Aktivität die andere jagte, damals als Reiseleiterin den Frühsport organisierte….

Als ich mit meinen Kindern auf der Erde herum kroch,
als ich den Ball beim Squash an die Wände knallte,
als ich tanzte, bis der Saal sich leerte und als vieles mehr noch in meinem Alltag passierte,
wann war das?
Es erscheint mir wie aus einem anderen Leben, so lange her.

Einmal noch bitte, ja nur einmal würde ich gern eine Nacht durchtanzen oder mich mit meinen Enkeln auf der Erde rumrangeln, in meinem Gärtchen auf die Knie fallen oder stundenlang an der Elbe spazieren gehen wo die Schiffe, die Boote, die Menschen groß und klein, sowie die Hunde an einem vorüber ziehen.

Ja, jetzt werde ich sentimental, seht es mir nach, manchmal habt ihr sicher auch solchen Tag.

Manche Wünsche gehen halt nicht in Erfüllung und so versuche ich dankbar zu sein für jede Kleinigkeit, die ich noch kann und da kommt glücklicherweise noch Einiges zusammen, klein bei klein !

Bika

Ängste und Hoffnung

Hoffnung

Ich hoffe, dass mein Parki sich mal ein wenig zurückhält. Ich möchte die Dinge, welche ich jetzt mache, noch lange lange so weiter ausführen.

Da ist meine Arbeit, welche mir viel Spaß macht. Und natürlich die Projekte, an denen ich teil- nehme wie zum Beispiel das Theaterstück : the other me :, das wir im März aufführen.

Ich hoffe, dass die Medizin weiterkommt und ich die Menge der Pillen nicht so rasant erhöhen muss, was mich wirklich ankotzt, denn oft komme ich gerade auf der Arbeit mit der Einnahme nicht klar. Ich habe viele tolle Leute kennengelernt und freue mich, wenn wir uns treffen und dann nicht immer der Parki im Focus steht.

Ich persönlich möchte noch viel reisen, in den Jahren der Selbstständigkeit habe ich dies immer nach hinten geschoben. Heute weiß ich, wie schön das ist und kann es sehr genießen.

Ängste

Ich bin jemand, der gerne einen Plan hätte, wie es weiter geht. Hierfür ist der Parki gar nicht  geeignet. Ich hasse es, morgens als erstes an die Pillen zu denken und tagsüber manchmal so wirr durch die Gegend zu laufen, als sei ich nicht anwesend. Viele kleine, aber sehr viele Dinge musste ich im Ablauf auf der Arbeit ändern und wenn ich darüber nachdenke, bekomme ich Angst, wie lange ich meine Arbeit noch so ausführen kann.

Einiges von meinen Hobbys habe ich in den letzten zwei Jahren sehr eingeschränkt. Und ja, genau davor habe ich Angst. Eine Freundin fragte mich neulich, ob ich was Neues hätte, das ich dann machen möchte…. bis heute denke ich – ohne Antwort – oft darüber nach.

Und schiebe das vor mir her.

Gisela

Himmelhoch und zu Tode betrübt

Meine Hoffnung wird oft tagsüber hervorgezaubert, bei Sonnenschein und Licht. Da wage ich einen Blick über die Parkinsonmauer, und tu so, als wäre ich gesund.

Kann mich nach einer Nacht mit etwas mehr Schlaf als sonst morgens für den kommenden Tag motivieren und Pläne machen.

Habe manchmal, bei schönem Wetter, Lust auf Leben. Vergesse alles Andere.

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Meine Ängste, meine Hoffnung

Ich fange mal mit meinen Ängsten an.

Der kleine Giftzwerg, wie ich ja meinen Parkinson nenne, wird an manchen Tagen ganz groß, er bläht sich regelrecht auf und wird zum Monster. Das bedeutet ich habe Schmerzen, kann mich nicht bewegen, schwanke und fühle mich elend und erschöpft.

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Hoffnung und Ängste einer 43 jährigen

Hoffnung…. früher habe ich gehofft, nie ernsthaft krank zu werden…glücklich und gesund alt zu werden. Diese Hoffnung wurde im Mai dieses Jahr zerschmettert, als ich die Diagnose Parkinson erhielt.

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Dem Leben auf der Spur

Ich kann mir meine Zukunft und den Verlauf von Parkinson nicht aussuchen, aber ich kann entscheiden, wie ich damit umgehe.
Ich versuche mich nicht von vorn herein um morgen zu sorgen, sondern lasse die Dinge erst einmal auf mich zukommen.

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Zwischen Angst und Hoffnung

Welcher schmaler Grat, auf dem ich mich da bewege.

Die Hoffnung auf eine Zukunft, in der trotz Krankheit ein noch angenehmes Leben möglich ist.
• Die Hoffnung, dass unsere Medizin Wege finden wird, chronische Krankheiten zu mildern oder gar zum Stillstand zu bringen.
• Die Hoffnung, dass unsere Gesellschaft zu einem anderen Umgang mit uns Erkrankten kommt.
• Die Hoffnung in unsere Politik, dass sich unser Gesundheitssystem zu unseren Gunsten verändert.
• Die Hoffnung auf eine Welt in Frieden.
• Die Hoffnung auf eine Welt ohne Neid und Missgunst.
• Die Hoffnung auf eine Welt des gegenseitigen Verständnisses.
• Die Hoffnung …
• Die Hoffnung …

Doch schwingt mit dieser Hoffnung nicht sogleich die Angst einher, dass dies alles nicht in Erfüllung gehen mag. Je mehr ich hoffe, desto mehr ängstige ich mich vor einer Zukunft, welche dies alles nicht erfüllen kann.

Sie sind so eng verbunden, zwei Worte Angst und Hoffnung. Ist es überhaupt möglich, dass das eine ohne das andere existiert? Wo Angst ist, gibt es doch immer die Hoffnung, diese zu überwinden. Wo Hoffnung existiert, gibt es auch die Angst, dass diese nicht in Erfüllung geht.

Kotti

Jeder Tag ist ein Geschenk

Wenn du die Augen am Morgen öffnest und erwachst, danke dafür und versuche den Tag so zu gestalten, dass du am Abend froh sagen kannst: “Danke.” Es gibt keinen zweiten Tag davon. Auch das Leben ist einmalig. Es wird dir nur einmal geschenkt. Man kann die Lebensmelodie in Dur oder Moll singen.

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November: Hoffnung und Angst

Oh mein Gott welche Düsternis, es ist November und das erste Thema worüber wir nachdenken wollten, ist sicherlich nicht Hoffnung und Angst.

Warum eigentlich nicht? Viele Menschen mit unheilbaren Krankheiten haben ein bestreben im Jetzt zu leben, nicht über die vergangenen Guten Zeiten zu hadern, aber auch keine großen Zukunftspläne zu machen.

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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Tage mit meinem Mann sind immer mal so und mal so. Wenn er gute Tage hat, bin ich immer sehr froh und freue mich, dass es ihm so gut geht. Doch leider werden die Tage, an denen es ihm gut geht, immer weniger. Aber dies gibt mir die Kraft, weiter zu machen.

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