Kraftquelle?

Da hab ich ja noch nie drüber nachgedacht: wo beziehe ich meine Kraft her?

Auf Anhieb fällt mir da der Zuspruch der Menschen ein, die mich umgeben!

Sei es mein Mann, meine Familie, aber auch meine Freunde und meine Weggefährten, die auch Parkinson haben!

Ja, die geben mir am meisten Kraft! Die kraftlosen selbst Betroffenen geben mir die meiste Kraft, erstaunlich!

Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft, wir verstehen uns, ohne viele Worte wissen wir, wie der Andere sich fühlt, was er durchmacht!

Ja, das ist meine Zuflucht, meine Kraftquelle, gemeinsam sind wir stark!!

 

Stina

 

Outing – Die große Befreiung

Als mein Parkinson sich mit Zittern näherte, versuchte ich meine meine betroffene linke Hand immer zu verstecken!

Hielt ich etwas in dieser Hand, fing es alsbald an zu vibrieren!

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Suche deine Freunde , bevor du sie brauchst!

Es gibt für mich zwei Arten von Freunden:

– nicht Betroffene

– Selbstbetroffene

Selbst Erkrankte sind immer die, die uns am besten verstehen, die genau wissen, wovon wir reden, ja die es sogar manchmal besser wissen als wir selber!

Solche Freundschaften existieren meist nur virtuell.

Einen Erkrankten in der Nähe zu finden ist schon Glückssache!

Somit kommen wir zu den Nichtbetroffenen. Freunden, die meist in der Nähe wohnen. Die sind auch ganz tief betroffen, aber in der zweiten Bedeutung, unser Schicksal macht sie ganz betroffen!

Wenn sie es schaffen, uns nicht zu bemitleiden, sondern mit uns auch über unsere Missgeschicke zu lachen, ist das herrlich!

Jetzt kommt das große Aber: aber wenn wir es nicht schaffen uns helfen zu lassen, wird es schwierig!

Ich bin öfter genervt von dem ständigen “Soll ich das für dich machen?”. Das ist so schwer, Hilfe anzunehmen!!!! Für die Freunde ist es schwierig, uns gewähren zu lassen!!!

Ich muss mich öfter zwingen, „Ja, danke.“ zu sagen! Aber davon abgesehen ist es wunderbar Freunde zu haben!

Ich habe eine kleine Gruppe von Freundinnen, mit denen ich auch kleine Reisen unternehme.

Ich habe sie letztens gefragt, ob ich ihnen nicht ein Klotz am Bein wäre, ich möchte keinem lästig fallen!!

Das haben sie rigoros von sich gewiesen, glaubhaft!

Das tat gut!!!

Solche Freunde wünsche ich uns allen!!!

 

Stina

Nur Mut, Urlaub klappt auch mit Parkinson gut!

Für mich entdeckt habe ich eine neue Art des Reisens: kreuzfahren!
Ich habe seit 1992 Symptome, die ich gut integrieren konnte, doch seit einiger Zeit wird’s schwieriger ein normales Leben zu führen!

Ich, die nie auf ein Schiff wollte, hab es ausprobiert und für gut befunden! So seinen Urlaub zu verbringen, heißt nie allein zu sein, Hilfe ist immer in Sicht! Wenn man seine Behinderung mitteilt, wird alles getan, um es so angenehm wie möglich zu gestalten! Etwa beim Anflug, sitze in den vordersten Reihen, Kofferservice, bevorzugtes Einchecken, Kabine in der Nähe des Treppenhauses, Tischreservierung bei den Mahlzeiten und schnelle Hilfe beim Servieren der ausgesuchten Speisen! Das Personal ist sehr aufmerksam!
Entspannung von Anfang an! Übrigens, vom Bett zum Bad ist es auch mit Verkrampfungen leicht zu schaffen! Hat man mal einen schlechten Tag, stehen Innen und Außen herrliche Ruhepolster bereit! Abwechslung gibt es reichlich! Und nicht vergessen: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden!

Ein weiterer Tipp für alle Camper: Mietet euch ein Mobilheim oder ein Chalet auf dem Campingplatz! So könnt ihr auch, wenn ihr nicht mehr mit Zelt oder
Caravan zurande kommt, noch mit euern Campingfreunden Urlaub machen und genießen!

Stina