Beste Freunde

Der Moment, in dem ich wusste, mein bester Freund hat es verstanden…
Party!
Er: Willste schon los?
Ich: Nö!
Er: Warum winkste dann?
….und er zwinkert mir zu!

Gunnar

Gunnar Chuck und Parkinson – 1. Mai, letzter Versuch (Teil 3 / 3)

Es dauerte gefühlte vier Stunden, bis Herr Parkinson endlich angewackelt kam.

„Mann, wo bleibst du denn?“, pflaumte ich ihn liebevoll an.

„Haste dir Sorgen gemacht?“, fragte Herr Parkinson misstrauisch.

„Nö“ antwortete ich, aber Norris der geile Bock hat deine Pornosammlung gefunden und jetzt habe ich ein bisschen Angst!!“

„Witzbold… und du hast noch Eis an der Schnute.“

Wie auch immer, Herr Parkinson hatte Futter für das Auto besorgt und es konnte endlich losgehen. Ich navigierte und Chuck gab Gas. Zu meinem Unwissen hatte Frau Norris leider eine Links/rechts-Schwäche und wir fuhren, als ich rechts sagte, nach links und knallten mit voller Wucht gegen einen neuen Aldi.

Beim Aufprall wurde alles ganz schwarz um mich herum, und auf einmal saß ich an einem Lagerfeuer. Seltsam, wo war ich? Ich schaute in die Runde und mit mir saßen da noch Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Ernst Thälmann, Juri Gagarin, Anna-Nicole Smith (hey, das ist schließlich meine Geschichte) und Adolf!

Nein, nicht der Adolf, sondern der Held unserer Mütter und der Albtraum unserer Väter –

Adolf Hennecke. Wer von den jüngeren Rezipienten nicht weiß, wer das ist, Wikipedia weiß es!

Ich wollte ihn gerade ausfragen, wie man Aktivist wird, als es um mich herum anfing zu dämmern. Ich sah den Bart von Sanitäter Norris auf mich zu rauschen, der, wie es aussah, gerade zu einer (hoffentlich der ersten) Mund zu Mund Beatmung ansetzte.

„Willst du mich nicht erstmal zum Essen einladen bevor wir knutschen?“, hauchte ich ihm zärtlich zu.

„Mein Gott“, schrie Schwester Chuck sichtlich erfreut. „Ich dachte, du wärst tot!“

Ich schaute mich um.  „Und Herr Parkinson, ist der…?“

„Hättest du wohl gerne“, zischte es von der Rückbank. Na klar, so viel Glück konnte ich ja nicht haben.

Jetzt sitzen wir drei auf der Couch und schauen einen Shoppingkanal, auf dem jemand Bohrmaschinen verkauft und weil heute 1. Mai ist, sieht der Verkäufer ein bisschen aus wie Adolf Hennecke…

Gunnar

Gunnar, Chuck und Parkinson (Teil 1 /3)

Gunnar, Chuck und Parkinson (Teil 2/3)

Gunnar, Chuck und Parkinson, 2. Versuch (Teil 2 / 3)

  1. Versuch

Nachdem ich in drei Folgen Frauentausch von den wahrscheinlich dümmsten Müttern der Welt mehr gelernt hatte als in meinen letzten *hüstl*28 Jahren (z.B. das Bio Lebensmittel ekelhaft sind, weil das Abfall ist; Kinder Schokolade dagegen sehr gesund, weil da viel Milch drin ist, jedoch folgende Nahrungsmittel am gesündesten sind weil dort eine Menge Vitamine drin sind: Leberwurst, Salamiwurst, Teewurst, Gesichtswurst und Erdbeerkäse).

Nach dieser Schocktherapie also beschloss ich mit dem Tag noch etwas nützliches anzufangen. Nach meiner morgendlichen Schlappe beschloss ich mir Verstärkung zu holen.

„Maikätzchen anrufen!“, brüllte ich ins Telefon. „Norris am Apparat“, meldete sich die Stimme am anderen Ende der Leitung. „Chuck, du alte Pingpong-Fresse, was machst du gerade? Ich hab….. Warte kurz es klingelt an der Tür.“ “Gunnar, Chuck und Parkinson, 2. Versuch (Teil 2 / 3)” weiterlesen

Gunnar, Chuck und Parkinson -Der 1. Mai, 1. Versuch (Teil 1 / 3)

Die kläglichen Versuche, den 1. Mai würdig zu begehen…

Erster Versuch

Was ist denn mal los? Bin extra früh aufgestanden. Habe mir zur Feier des Tages mit der guten Putzi-Zahncreme die Knabberleiste poliert und mit dem Florena-Deostift die Achselhaare verklebt. Zur Krönung bin ich dann noch in meinen purpurroten Arbeiter- und Bauern-String Tanga geschlüpft und mopste aus des Nachbars Blumenrabatte für Herrn Parkinson und mich noch je eine Nelke. Dann bin ich raus auf die Straße und wollte mich dem Demonstrationszug anschließen, aber es war keiner da. Stattdessen wurde ich zweimal fast von einem beim sicher noch damaligen Klassenfeind gebauten Vehikel überrollt. Nun gut, jetzt sitze ich wieder auf der Couch und gucke auf RTL 2 Frauentausch…

Gunnar

Gunnar, Chuck und Parkinson (Teil 2 / 3)

Gunnar, Chuck und Parkinson (Teil 3 /3)

Der Bewegungsapparat

Der Bewegungsapparat
ist in der Tat nur dann parat,
wenn das Großhirn sich entscheidet:
Na gut bevor man leider leidet
unter Kleiderweitermachmaßnahmen
ganz im körpereignem Rahmen,
geb ich mal jetzt meinen Entschluss
weiter, dass es los geh’n muss.
Motorische Felder als Empfänger
bereits bereit, warten auch nicht länger
und geben mittels Nervenzellen
Befehl: Kraft für Muskeln bereitzustellen.
Gleichzeitig wär es auch fein
das Kleinhirn bringt sich auch mit ein
Alle bereit … nur einer nich(t)
das Mittelhirn, es meldet sich.
per Anruf oder auch per Twitter
meldet es hashtag Neurotransmitter.
das der Bote hashtag Dopamin
nicht zu seinem Job erschien!
Die Woche schon das 3. Mal
das war damals das Signal
Herr Parkinson zieht auch mit ein.
Nicht gewollt, doch da fragt kein Schwein.
Heute 15 Jahre später
Steh ich vor dem Übeltäter
lass ihn zu seinem Übel Wissen
wir der hashtag Tag noch so beschissen.
Achtung Herr hashtag Parkinson
AUFGEBEN IST KEINE OPTION

Gunnar

Die besten Geschichten schreibt doch immer noch das Leben (Teil 2 / 2)

SIEG!

DA IST DAS DING!

Ich strecke die goldene Plombe vor der zahnlosen Inge gen Himmel und führe vor ihr den Tanz der Zahnfeen auf. Sie zischte mir zu: hätte ich mein Gebiss… ich unterbrach sie: hätte, hätte, Fahrradkette, Inge! Mess with the best – die like the rest! Ich wollte ihr noch ein paar Sprüche drücken, da stand wie aus dem nichts ein UPS-BOTE vor uns und überreichte Inge ein Päckchen. Ich schielte auf den Absender: Chuck Norris! Inge riss das Paket auf und holte ein komplettes Gebiss raus! Chuck, du Arsch! Später mehr! Ich muss trainieren… p.s. Die rote Pille war ein Haribo–Lakritz…..

So weit so gut! Ein Später gab es für mich nicht mehr. Irgendjemand hatte in Hongkong sehr hohe Summen auf einen Sieg von mir beim zweiten Wettzähneputzen gesetzt und die Klinikleitung brachte mich damit irgendwie in Verbindung. Ich flog also wegen der Manipulation aus der Klinik. Als ich abgeführt wurde, riss ich der Inge noch ein Blatt Papier aus der Hand. Verdammt, woher hatte sie einen Nachweis über meine Telefonverbindungen? Ich hörte noch ein mess with the best von ihr und schon saß ich an der frischen Luft. Na warte! Rache ist Blutwurst!! Ich holte meine to-do-Liste raus und strich die Punkte: Welt retten und guter Sex im Auto! HÄ… Was war los mit mir? Ich schrieb: guter Sex im Auto sofort wieder auf die Liste! Doch noch darüber schrieb ich vier Buchstaben: INGE

So kam es also, dass ich die letzten vier Monate der Schatten von Inge war. Herr Parkinson und ich wurden Meister der Verkleidung. Bestellte sich Inge einen Cocktail, war ich der Barmixer. Fuhr Inge Auto, war ich der Wackeldackel. Vor drei Tagen schnitt ich ihr sogar die Haare. Vorgestern dann bekam ich einen Anruf. Das Bild eines kleinen Mädchens auf dem Display meines Telefons verriet mir, dass Chuck anrief. Was wollte der denn? Er sagte, dass ihm alles schrecklich leid tut und er es gerne wieder gut machen würde und ich solle doch zu seinem Geburtstag zum Kaffeetrinken vorbeikommen. Also fuhr ich gestern zu Chuck, um zu schauen, was er wirklich wollte. Er begrüßte mich überschwänglich: komm rein! Meine Schwester ist auch schon da! Sie hat Kuchen mitgebracht! „Du hast eine Schwester?“, erwiderte ich und betrat dabei die Stube. Ja klar, meinte er, meine Schwester Inge kennst du doch schon. Ich merkte wie ich langsam ohnmächtig wurde. Ich schaffte es gerade noch auf die Couch und Inge reichte mir wortlos ein Stück Kuchen. Schicke Frisur, murmelte ich. Ja, sagte sie, mein neuer Friseur ist echt nicht schlecht und zwinkerte mir zu. Ich wurde rot! Alles wird gut…

Gunnar

Die besten Geschichten schreibt doch immer noch das Leben! Teil 1 / 2)

Dies ist das Logbuch der MSC Parkinson.

Am Datum lässt sich nix machen und die Besatzung ist vollzählig, dit heißt, Parki und ick.. Der Empfang war etwas dürftig, was natürlich daran lag, dass es keine reine Parkistation ist. Die fünf Parkiasten, die sich hier mit mir um den Titel: “Breakdancer der Woche” streiten, klatschten artig, als ich die Zwölf betrat, das taten sie allerdings auch, als der Opa aus Zimmer 3 den Flur entlang brüllte, er hätte jetzt wieder Stuhlgang, doch dieser hätte zeitlich nicht zur Ankunft im Bad gepasst….hmm!

Mein neuer Zimmerkumpel Reiner hat zum Abendbrot sieben verschiedenfarbige Pillen bekommen. Die gelbe und die rote hab ich gerade “ehrlich” bei einer kleinen Partie Mau Mau gewonnen. Er war überrascht, dass man bei Pik 9 auch neun Karten ziehen muss! Hihi, das wird ‘ne bunte Nacht… “Die besten Geschichten schreibt doch immer noch das Leben! Teil 1 / 2)” weiterlesen

Geeignete Berufe für Parkis

Die Ausübung des Berufes ist auch zentrales Thema vieler Parkis. Ich habe für das Jobcenter mal ein paar Tätigkeiten rausgesucht, die für uns irgendwie in Frage kommen.. 😉

Ein Mensch, der sich durch’s Leben zittert,
manchmal seine Chance wittert,
so macht er aus Herrn Parkinson
ganz einfach seine Profession.
Ob als Rüttler auf dem Bau,
Dauerklatscher im TV!
Barkeeper im Casino Royal,
Ach nee, das war ich ja schon mal.
Kartenmischer, Sahneschläger
bei Windstille Fahnenträger,
Juchey-Zonen-Stimulierer,
Klingelbeutelabkassierer,
Mikadospieler im Profibereich,
Zitterrochen im großen Teich,
Präzisionsuhrmachermeister,
König aller Poltergeister.
Shakin Stevens’ Disco Double,
kannste glauben, da rollt der Rubel!
Flamenco-Kastagnettenspieler,
Schüttelkugel-Schwarzmarktdealer,
als Praktikant beim Schneider – hör
bring ich den Faden in das Öhr!

Bei welchem Job ich nicht lang fackel:
Vertretung für den Wackeldackel
und falls mein Tremor nicken könnt:
Nächster Bundespräsident.
Porzellanmaler in Meissen,
Staubwedelvertreter bei Dyson,
Schönheitschirurg von Dolly Buster,
Krebsvorsorgebrustabtaster,
Kampfmittelbeseitigungsfachkraft,
in Deutschland hier… oha, das schafft!
Akrobat bei Zirkus Knie,
auch Taschendieb war ich noch nie.
selbständiger Kartenhausbauer,
Dauerdschungelcampzuschauer!
und Mädels, ihr müsst euch nur mal trauen:
ich zupf auch eure Augenbrauen.

Gunnar

Der etwas andere Tagesablauf

6:51 Uhr: Das Lied “ I`m a loser, baby“, das laut und gnadenlos aus meinem Telefon schellte, riss mich aus dem Schlaf und versuchte mir mitzuteilen, dass Chuck “ich schlage auch eine Drehtür zu“ Norris anrief. Was wollte der denn um diese Zeit? Ich melde mich leicht näselnd mit “Tempel der homosexuellen Sehnsüchte, Sie sprechen mit Serge, was kann ich für Sie tun?”

“ Nee nee, nochmal legst du mich nicht rein!”

“Man, Norris du Luftpumpe, ich weiß ja, dass Raum und Zeit für dich keine Rolle spielen, aber könntest du dich an die gängigen hiesigen Gepflogenheiten halten und anrufen, wenn beide Gesprächsteilnehmer wach sind!? Wehe, es ist nicht wichtig!“

“ Ist es: darf ich heute Vormittag mit Herrn Parkinson spielen, ich hab da so…“ Ich hatte aufgelegt.

6:53 Uhr: “I`m a loser, baby”.….“ Ja, du darfst mit ihm spielen, aber nicht vor elf und nur wenn du ihn auch kaputt machst.” “Deal“ – hehe, das wird nicht dein Tag heute, Herr Parkinson, dachte ich noch so bei mir und schlief wieder ein.

7:06 Uhr: Die Türklingel läutet! Ich sprang aus dem Bett und lief wutentbrannt zur Wohnungstür. Auf dem Weg dorthin schnappte ich mir einen Baseballschläger und fing schon im Flur mit dem verbalen Trommelfeuer an: “Chuck, du Evolutionsbremse, wir hatten noch gesagt, nicht vor elf!” Ich riss die Tür auf, “also was um…”. Es war nicht der hässliche Texas Ranger. “Sie sind nicht Chuck Norris.”, stellte ich fest.

“Nein, mein Name ist Chuck Neumann, hihi kleiner Scherz, ich heiße Oliver Neumann und soll bei Ihnen heute Rauchmelder anbringen.”

“Und nebenbei Entertainer, was? Dann kommen Sie mal rein.”, zischte ich und ließ den Baseballschläger durch die Luft kreisen.

7:12 Uhr: Der lustige Herr Neumann verließ nach getaner Arbeit und sichtlich zufrieden meinen Wohnraum. “Der etwas andere Tagesablauf” weiterlesen