Menschen

Es gibt Menschen, die mag ich,
es gibt Menschen, die liebe ich,
es gibt Menschen, die mag ich nicht,
es gibt Menschen die sind mir egal..

Letztere gibt es nicht so viele,
aber es gibt sie.

Es gibt Menschen, denen vertraue ich,
obwohl ich sie nicht lange kenne,
es gibt Menschen die kenne ich länger,
aber denen vertraue ich nicht mehr.

Auch davon gibt es einige
und es gibt Menschen, die sagen,
sie sind meine Freunde,
denen glaube ich.

Danke für eure Freundschaft!

Gisi

Was sind Freunde?

Es sind Menschen mit denen man alles teilen will,
Freud, Leid, Kummer und Sorgen, es gibt soviel,
sie hören zu und sind ganz still,
sie geben Ratschläge, wenn Du sie willst.
Sie reden nicht einfach ungefragt,
sie sagen nie : “Du hast aber gesagt …“
Sie setzen sich immer für Dich ein,
trinken mit Dir auch mal ein Glas Wein.
Ihnen kannst Du alles anvertrauen,
auf sie kannst Du wirklich bauen.
In guten wie in schlechten Tagen,
helfen sie einfach ohne viel zu fragen.
Und alleine dieses Vertrauen es ist sehr wichtig,
denn dann weißt Du, wie wertvoll und richtig,
Deine Gefühle für Freundschaft stets waren.
Und Du wirst die Freunde behalten in allen Jahren.
Wenn Du solche Freunde hast, dann bist Du groß,
sie helfen Dir immer, drum lass sie nie los!
Gisi

Marathon und Parkinson (Teil 2/2)

So ab Kilometer 28 wurden meine Beine etwas schwerer. Ich begann Durst zu bekommen, ein Zeichen dafür, dass ich im Vorfeld nicht genug getrunken hatte. Bei Kilometer 30 wurde es jetzt wieder belebter, die Zuschauer kehrten zurück und eine Band afrikanischer Trommler heizte das Läuferfeld an. Meine Muskulatur fühlte sich zwar noch in der Lage, meine von ihr verlangte Leistung zu erbringen, aber der Körper fing schon an zu ermüden. Trotz allem gab mir die 3 vor der Kilometerbezeichnung das Wissen, jetzt kommst du ins Ziel, egal wie!

Nun wurden die einzelnen Kilometer länger, es ließ sich nicht mehr verleugnen, dass ich zu wenig trainiert hatte. Aber egal, jetzt bin ich soweit gekommen, jetzt will ich ins Ziel! Der Streckenabschnitt zwischen dem dreißigsten und vierzigsten Kilometern auf der Bundesstraße war zwar schwer, aber auch voll mit Zuschauern, Bands, Leuten, die meinen Namen riefen, weil er auf der Startnummer stand, sie trieben mich regelrecht weiter. Die Kilometer vergingen, 36, 37… nun wurde alles langsamer. Der Magen revoltierte gegen die Cola, den Tee, das Wasser, den Apfelsaft und den starken Wind, der nun aufkam. Aber egal, es sind nur noch ein paar Kilometer, die schaffe ich auch noch. Ralf schaute mich immer prüfend von der Seite an und fragte, ob ich noch kann.

Meine Standardantwort: Na klar!

Die letzten Kilometer der Strecke führten noch einmal durch die Wolkenkratzerschluchten von Mainhattan und beflügelten mich zusätzlich.

Kilometer 40, 41, nun konnte nichts mehr passieren. Vergessen der schmerzende Arm, der revoltierende Magen, ich bekam Tränen in den Augen.

Du schaffst es wieder, es geht noch! Es war ein unbeschreibliches Glücksgefühl, als ich durch die Menschenmassen am Zieleinlauf durch die Pforten der Frankfurter Festhalle auf den roten Teppich lief. In der Frankfurter Festhalle empfing mich eine spektakuläre Lichtshow. Mit hochgereckten Fäusten lief ich durchs Ziel.

Noch einmal !

Gisi

Marathon und Parkinson (Teil 1/2)

Der lange Weg zum Ziel – Frankfurt/Main-Marathon 2006

….und noch einmal stand ich wieder an der Startlinie. Was ich zu Beginn meiner Krankheit nie geglaubt habe, ist wahr geworden, ich laufe nach elf Jahren immer noch einen Marathon. Ich weiß, jeder kann der Letzte für mich sein, aber bis es soweit ist, werde ich weiter laufen.

Ich stehe und warte auf den Startschuss. Ralf darf mich mit dem Fahrrad begleiten ab KM 10. Wir haben die offizielle Erlaubnis des Veranstalters bekommen, da Fahrräder sonst auf der Strecke verboten sind…

Gedanken gehen mir durch den Kopf. Hast Du genug trainiert ? Nein, eigentlich war es zu wenig. Hoffentlich bekomme ich genug Luft durch das Malheur mit dem eingeklemmten Nerv, wie weit komme ich überhaupt heute, werde ich ankommen?

“Marathon und Parkinson (Teil 1/2)” weiterlesen

Leben mit Parkinson

Ich bin jetzt 59 Jahre, verheiratet, eine Tochter und seit 23 Jahren an Parkinson erkrankt. Ich lief früher wettkampfmäßig und bin von 800 m bis Marathon alle Strecken gelaufen, wobei meine Lieblingsdistanz der Marathon wurde. Nicht nur deshalb traf mich die Diagnose „Morbus Parkinson“ sehr hart. Mit 37 Jahren änderte sich mein ganzes Leben von heute auf morgen.

Morbus Parkinson wurde nach einem sechswöchigen Krankenhausaufenthalt diagnostiziert, wobei ich glaube, dass die ersten Symptome schon 1994 auftraten. Während eines Marathontrainings 1994 bekam ich in den Zehen am rechten Fuß Krämpfe, erst in großen Abständen, später in immer kürzeren. Ich ging zu meinem Sportorthopäden, da ich natürlich dachte es hat was mit meinen Muskeln oder Sehnen zu tun.
Nach zwei Operationen am Fuß wurde ich zum Neurologen überwiesen, da inzwischen eine Steifigkeit des rechten Arms hinzukam und die Schrift kleiner wurde. Er überwies mich nach etlichen Untersuchungen ins Krankenhaus, wo ich nach genau sechs Wochen (und zwei Jahren) die Diagnose erfuhr.

Der Professor, der mir lächelnd die Diagnose mitteilte, freute sich, dass er doch etwas gefunden hatte bei mir. Ich war zu diesme Zeitpunkt ein Sonderfall in seiner Klinik. So jung und schon Parkinson. Er riet mir, die benötigten Medikamente zu nehmen und nicht weiter nachzudenken, da ich ja jetzt einmal fünf bis zehn Jahre Ruhe hätte.
Das war natürlich ein Schock für mich, da ich dachte, jetzt kannst du gar nichts
mehr machen, zumal ich immer das Bild von Muhammad Ali vor Augen hatte. Ich dachte nur, das kann es nicht gewesen sein und versuchte mich von da ab zu informieren wo es nur ging.

“Leben mit Parkinson” weiterlesen