Ist es ein Plan, wenn ich keinen Plan habe?

Mein erster Gedanke ist : habe ich einen Plan und wenn für was?
Natürlich mache ich für das eine oder andere im Leben Pläne. Das beginnt schon mit den vielen Arztterminen. Diese muss ich mit der Arbeit gut koordinieren. Und die Arbeit muss ich mit meinen Aktivitäten verbinden. Da gibt es das Tanzen, die  Radtouren, die Treffen mit Freunden. Meinen nächsten Urlaub muss ich auch planen und mit den Kollegen absprechen.

Aber ich merke, ich will mich nicht mehr verplanen. Es einfach mal laufen lassen. Etwas zu machen in dem Moment, wenn es mir in den Sinn kommt und es dann genießen. Das ist gar nicht so leicht!

Ich habe aber gemerkt, dass es für mich wichtig geworden ist.
Der Druck von meiner Selbstständigkeit ist zu ende und bei meiner Arbeit habe ich ein wenig Spielraum bei der Zeiteinteilung, was mir sehr gut gefällt. Ich habe es zu den Proben für unser Theaterstück gemerkt: Ich konnte die Arbeit drumherum gestallten. Dinge, welche mir wichtig sind, stelle ich in meinen Fokus.

Und dann gibt es ja auch noch die Tage, an denen ich mir etwas vornehme und mein Parki gerade einen eigenen *Plan* hat. Wir wissen alle, der fragt nicht was ich will oder möchte. Das haut mich oft aus der Bahn und ich werde wütend über den Einfluss des Parkis. Das macht es meist nicht besser. Und dann kann ich diesen Tag in die Tonne hauen. Auch merke ich, dass ich immer öfter Grenzen aufgezeigt bekomme: Mir fehlt es dann an Kraft und Ausdauer und dann muss ich meinen Ruhepunkt finden. Hierbei werde ich schnell mit mir selbst ungeduldig.
Fazit: Pläne – ja, wenn es um langfristige Dinge wie Urlaub geht.
Ansonsten bin ich sehr flexibel geworden, habe aber auch gelernt, genau dieses zu genießen.
Das einzige was mir wirklich zu schaffen macht, ist dieser PLANLOSE Parki.

Gisela

Lebensqualität – Was heißt das für mich?

Toll, wieder mal ein Thema, bei dem ich einige Zeit nachdenken muss. Dafür liebe ich dieses Buch.

Erst jetzt in den letzten Jahren habe ich es für mich wahrnehmen können. Ich war immer sehr aktiv: Hobbys, Hund, Kleingarten und sehr sehr viel Arbeit. Die Woche hätte acht Tage à 24 Stunden haben können und ich hätte sie voll genutzt. Ja, auch in dieser Zeit habe ich mich wohlgefühlt. Dem Stress gewachsen und bis auf kleine Wehwehchen gesund und munter. Nur selten hatte ich das Gefühl, etwas ändern zu müssen.

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Manchmal muss man etwas verändern

Vor circa vier Jahren erhielt ich die Diagnose Parkinson. Bumm, man wird an die Wand gestellt und vor einem öffnet sich ein großen Loch.
Dann sagte der Doc, es muss gar nicht schlimmer werden, wir werden Sie einstellen und dann kann es sein, dass es für lange Zeit ganz gut weiter geht. Heute denke ich, er wollte mich nur beruhigen.
Ich habe also auf der Arbeit viel umgestellt, mich gefragt, was ist wichtig und was möchte *ICH*.

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Andere Krankheiten neben Parkinson?

Ich glaube ich befinde mich auf einer Entdeckungsreise meiner selbst.

Vor circa vier Jahren bekam ich meine Parki- Diagnose. Und ich glaube, wir kennen das alle, man steht mit dem Rücken an der Wand und vor uns geht der Boden auf. Ich wusste damals, und ich denke, auch heute noch nicht, was alles damit zusammenhängt.
In meinen ersten Gesprächen mit Betroffenen aus einer Selbsthilfegruppe wurde mir schnell klar, das brodelt schon sehr viel länger in mir.

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Irgendwie ist alles anders

Schon oft habe ich erzählt, dass ich sehr lange im Einzelhandel selbstständig war und ich habe es geliebt: Die Verantwortung, Entscheidungen zu treffen, beispielsweise für wen ich arbeite und in welchen Geschäften und natürlich auch die Organisation für meine Mitarbeiter und meine Firma.

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Ängste und Hoffnung

Hoffnung

Ich hoffe, dass mein Parki sich mal ein wenig zurückhält. Ich möchte die Dinge, welche ich jetzt mache, noch lange lange so weiter ausführen.

Da ist meine Arbeit, welche mir viel Spaß macht. Und natürlich die Projekte, an denen ich teil- nehme wie zum Beispiel das Theaterstück : the other me :, das wir im März aufführen.

Ich hoffe, dass die Medizin weiterkommt und ich die Menge der Pillen nicht so rasant erhöhen muss, was mich wirklich ankotzt, denn oft komme ich gerade auf der Arbeit mit der Einnahme nicht klar. Ich habe viele tolle Leute kennengelernt und freue mich, wenn wir uns treffen und dann nicht immer der Parki im Focus steht.

Ich persönlich möchte noch viel reisen, in den Jahren der Selbstständigkeit habe ich dies immer nach hinten geschoben. Heute weiß ich, wie schön das ist und kann es sehr genießen.

Ängste

Ich bin jemand, der gerne einen Plan hätte, wie es weiter geht. Hierfür ist der Parki gar nicht  geeignet. Ich hasse es, morgens als erstes an die Pillen zu denken und tagsüber manchmal so wirr durch die Gegend zu laufen, als sei ich nicht anwesend. Viele kleine, aber sehr viele Dinge musste ich im Ablauf auf der Arbeit ändern und wenn ich darüber nachdenke, bekomme ich Angst, wie lange ich meine Arbeit noch so ausführen kann.

Einiges von meinen Hobbys habe ich in den letzten zwei Jahren sehr eingeschränkt. Und ja, genau davor habe ich Angst. Eine Freundin fragte mich neulich, ob ich was Neues hätte, das ich dann machen möchte…. bis heute denke ich – ohne Antwort – oft darüber nach.

Und schiebe das vor mir her.

Gisela

Ich möchte meine Kaftquellen teilen (Teil 2 / 2)

Die andere Quelle hat irgendwie mit mir zu tun.

Was???

2011 Hatte ich mich mit dem EHEC- Virus angesteckt. Ich musste ins Krankenhaus und der Doc sagte: “Wenn wir nichts tun, haben Sie noch fünf Stunden zu leben.” Das war mal eine Ansage — mein erster Gedanke war: Was muss ich noch alles arbeitsmäßig erledigen?

Angst .. Panik… Termine…. Hilfe….was nun?

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Ich möchte meine Kraftquellen teilen (Teil 1/2)

Zum einen ist es meine Arbeit. Hört sich vielleicht komisch an. Ich versuch es mal zu erläutern:
Ich war sehr lange (so um die 20 Jahre ) Selbstständig im Einzelhandel. Ich bin in verschiedene Märkte gefahren und habe dort, je nach Auftraggeber, die Ware verräumt, Bestellungen gemacht und mit Abteilungsleiter/innen besprochen was anliegt. Es hat riesen Spaß gemacht. Vor allem wenn man akzeptiert wird und im Verkauf etwas bewegen kann. Es gab nur wenige Personen, vor denen ich mich rechtfertigen musste. —

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Wann sage ich es wem?

Im Jahr 2010, also lange vor der ärztlichen Diagnose, waren die ersten Symptome sichtbar.

Alles fing damit an, dass ich beispielsweise eine Zeitung nicht mehr ruhig halten konnte. Die linke Hand zitterte ständig.
Wie schon zuvor berichtet, war ich zu dem Zeitpunkt selbstständig im Einzelhandel und habe es dem Stress zugeordnet. Mitarbeitern und Kollegen konnte ich das so ganz gut verkaufen. Es tat nicht weh und ich hatte wirklich keine Lust auf lange Arzttermine und das ganze Drumherum.

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Also, die Diagnose steht : PARKINSON

Jetzt bin mal ich dran. Ich muss mir überlegen, wie ich damit umgehe. Es scheint so, als ob ich IHN nicht wieder los werde. Ich habe also viel gelesen, nicht im Internet, das hat mich, wenn ich reingeschaut habe, nur noch weiter runter gezogen. Wie gesagt, viel verstanden habe ich nicht.

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