Wiederstandskraft und Hoffnung

Diese Rede hielt Andy Butler, Netzwerker und Fürsprecher für Menschen mit Parkinson aus Großbritannien, bei dem “Symposium mal anders” in Dorsten, NRW.

Hallo Dorsten aus Großbritannien,

Ich wurde gebeten, einen Vortrag über Resilienz bzw. Stärke oder vielleicht ein anderes Wort -Hoffnung-  zu halten.

Ja, Parkinson ist heimtückisch und unnachgiebig – es bedeutet eine Herausforderung, wenn nicht sogar einen Kampf für die meisten Menschen, die mit der Krankheit leben.

Parkinson ist auch eine stille Krankheit – zu Hause braucht man Medikamente zur Behandlung von Parkinson und Medikamente gegen die Nebenwirkungen von Parkinson. Du brauchst Zeit, um dich zu dehnen und zu strecken und dich aus dem Bett zu “bewegen”. Zeit, um nicht so auszusehen, als hätte dich ein D-Zug überfahren!

Für die breite Öffentlichkeit gibt es ein kleines Detail, das sie nicht sieht! Sie sieht, wie du läufst, fährst und arbeitest – sie sieht aber nicht den wahren Parkinson bei den Menschen. Viele meiner Partner beschreiben “den alten Mann, der morgens aus dem Bett steigt und im Laufe des Tages jünger wird, wenn die Medikamente anfangen zu wirken und abends, wenn die Medikamente aufhören zu wirken, geht wieder der selbe alte Mann ins Bett”!

Während die Erkrankten täglich mit Parkinson und seinen Herausforderungen kämpfen, wird gleichzeitig auf der ganzen Welt ein Kampf gefochten, der größere Herausforderungen mit sich bringt – der von Forschern, Neurowissenschaftlern, Fürsprechern, Aktivisten und Pflegepersonal – gute Menschen, wie Sie selbst, die Konferenzen veranstalten, die sich Gehör verschaffen und Spenden sammeln. Die auch die Agenda vorantreiben oder Leute wie ich, die Vorträge halten.

Sie fragen sich vielleicht, warum bin ich in Deutschland? Warum nicht? Parkinson ist in jedem Land und auf jeder Insel der Welt. Die Krankheit macht nicht an Grenzen halt – sie braucht kein Visum (außerdem ist das Bier hier super cool).

Sie sind Forscher, die auf der ganzen Welt jeden Morgen aufstehen, um ihre tägliche Parkinson-Herausforderung in ihren Kliniken und Laboratorien zu bewältigen. Sie sind Spendensammler, die meilenweit laufen und weite Strecken radeln, Lobbyisten, die im Namen der Menschen sprechen, bei denen Parkinson diagnostiziert wurde.

All diese Menschen tun dies mit Resilienz/Stärke und Hoffnung – Sie warten darauf, einer verbesserten Behandlung oder gar der Heilung einen Schritt näher zu kommen.

Menschen mit Parkinson fragen “warum dauert das so lange?” Sie werden ungeduldig und frustriert und das ist der Punkt, an dem die Resilienz eintritt! Hoffnung offenbart sich. Marathon laufen, Radfahren, die Gemeinde und Gott, von der Durchführung von Veranstaltungen und Spendenwerbung in jeder Form. Menschen mit Parkinson gewinnen Hoffnung aus vielen Bereichen und schöpfen daraus Stärke.

Die meisten Menschen mit Parkinson, die ich kenne, erhalten diese Stärke von anderen Menschen mit Parkinson. Freundschaft, Gemeinschaft, Karriere, Betreuung, sich gegenseitig unterstützen; eines Tages, wenn nicht morgen, dann in den kommenden Tagen, Monaten oder Jahren, werden wir die Antworten bekommen, um Menschen mit Parkinson in Menschen ohne Parkinson zu verwandeln!

Es gibt viele Fürsprecher, Aktivisten, die ich bewundere und von denen ich Hoffnung erhalte, die heute hier anwesend sind. Ich werde nur einige und nur ihre Vornamen nennen: Nadine, May, Tony, Christoph.

Wir sind alle gemeinsam in dieser Sache und wir alle wollen das gleiche erreichen!

Vielen Dank an Parkinson Youngster, dass ich meinen Vortrag auf dieser großartigen Konferenz halten durfte.

Andy Butler