Pokerface

„Canty, gehst du pokern?“ fragt mich ein guter Freund und fügt hinzu: „Für das perfekte Pokerface musst du aber schon noch etwas üben“. Da muss ich lachen. Gleichzeitig frage ich mich aber, ob mein Gesicht tatsächlich so regungs- und emotionslos wirkt.

Beim Pokerspiel, mag der Verzicht auf jegliche Mimik ja ein wunderbares Spielelement darstellen. Aber im Alltag sieht das anders aus: 85 % der Kommunikation besteht aus Körpersprache bzw. lebendiger Mimik.

Parkinson verändert den emotionalen Ausdruck und schränkt den Gesichtsausdruck ein. Und schon gilt man als teilnahmslos oder mürrisch.
Nicht selten entsteht sogar der Eindruck, man habe schlechte Laune oder ist etwas ‘schwer von Begriff’, weil im Gesicht keine angemessene Reaktion erkennbar ist. Es ist sogar erwiesen, dass man dann letztendlich nicht mehr angesprochen wird!
Aber was tun, um wieder Regie zu führen im Theater des Lebens?

Mimik üben, Grimassen ziehen und vor allem häufig lachen, um die Gesichtsmuskeln zu aktivieren und so eine Verbesserung der Kommunikation mit dem sozialen Umfeld zu ermöglichen.

Also: Pokerface und Miesepeter raus – Unbekümmertheit und Fröhlichkeit rein!
Und üben, üben, üben!

Der Glücksforscher David Myers weiß: „Lächeln verändert unsere Stimmung. Dabei ist es egal ob es sich um ein echtes Lächeln handelt, oder nicht.“
Wenn du jemanden ohne Lächeln begegnest, dann schenk ihm dein Lächeln, das Ganze kostet nur zwei hochgezogene Mundwinkel. Das Leben ist viel zu kurz für ein langes Gesicht.

Ich schenke dir mein Lächeln und wenn du es nicht mehr benötigst, dann gib es mir zurück.


Canty

teamdopamin

Hallo, wir sind Christoph aus Dortmund und May aus Hamburg. Wir wollen über Morbus Parkinson informieren und aufzeigen, wie vielseitig die Erkrankung und der Umgang damit sein kann – aus der Sicht der Betroffenen selbst. Übrigens: Wir sind beide selbst an Parkinson erkrankt.

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