Pläne? Vergiss es!

Das Thema rührt mich sehr. Ist es doch so, dass ich früher, in meinem gesunden Leben, massenhaft Pläne geschmiedet habe. Wenn…. dann….

Mir wird gerade klar, dass das nun überhaupt nicht mehr so ist. Mein Alltag ist bestimmt von vielen Terminen bei Ärzten, Therapeuten, Sport etc. Da ist nicht viel Platz für große Pläne. Ich bin bereits verplant…

Ich will auch nicht mehr lange planen. Wenn der beste Ehemann schon wieder an den nächsten Urlaub denkt, bin ich noch nicht mal richtig in der Gegenwart angekommen. Es ist ein wenig, als sei ich auf dem falschen Gleis gelandet. So ähnlich, wie ein Abstellgleis. Ich stehe staunend da und betrachte die Welt, die sich aus meiner Sicht immer schneller dreht und verpasse manchmal den Anschluss. Ich bin definitiv langsamer geworden. Jede Art von Verpflichtungen/Planungen stresst mich. Das macht den Anschluss nicht einfacher. Nach außen gelingt es mir noch meistens so zu tun als wäre ich auf der gleichen Reise, wie die guten Menschen um mich rum. Bin ich aber oft nicht. Ich habe immer öfter das Gefühl im falschen Zug zu sein. Sehe die anderen und ihr Leben mit Abstand und Distanz. Weiß nicht, wohin mich die Reise bringt. Ich würde am liebsten von Tag zu Tag leben. Bitte keine Verpflichtungen! Und Pläne sind verpflichtend. Ich weiss doch noch gar nicht, ob meine Kraft und meine Wünsche es zulassen, den Plänen zu folgen. Dann lieber positive Dinge tun und erleben im hier und jetzt . Und frei sein im Tun. Und niemand erklären zu müssen, warum man geplante Dinge wieder revidiert.
Die Angst vor dem Gespenst der (unbekannten und beängstigenden) Zukunft lässt sich besser ertragen, wenn ich im heute bleibe. Und für Pläne müsste ich mich ja entscheiden und das kann ich so gut wie gar nicht mehr. Das Ganze muss ich meinem Umfeld bei Gelegenheit mal erklären.

Mein Fazit: Lebensplanung war gestern. Heute bleib ich am liebsten im Hier und Jetzt!

Kornblume