Nach einem Unfall ins Krankenhaus – und der Parkinson kommt mit

Viele von uns kennen die Angst, mit unserem Untermieter Herrn Parkinson ins Krankenhaus zu müssen. Zum Beispiel nach einem Unfall. Am 16. Dezember 2018 war es bei mir der Fall.

Wie bereits im März 2019 erzählt, bin ich zu Hause zwei Mal gestürzt und dann mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht worden.

Nach dem zweiten Sturz wusste ich, es war irgendetwas anders. Der Kopf brummte und tat Hölle weh. Ich konnte noch eine Freundin informieren, die Minuten später, gleichzeitig mit der Ambulanz eintraf.

Diese fuhren mich dann in das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg.
Noch in der Notaufnahme gab ich an, dass ich Parkinson habe und übergab meinen Medikamentenplan, den ich neuerdings immer mitführe.

Während sich zuerst alles um den Sturz drehte, wurde aber auch eine Neurologin hinzugezogen. Die schaute auf meinen Pillenplan, machte dann einige Untersuchungen mit mir, und sagte dann, sie kümmere sich.

Als ich auf die Station verlegt wurde, kam wenig später die Neurologin und sagte: “Wir haben IHRE Medis besorgt und diese werden Ihnen von den Schwestern gereicht, zu den Zeiten laut Ihrem Plan.”

Bis zur ersten OP dauerte es ganze zwei Tage, weil mein Kreislauf nicht so wollte.

Wie gesagt, ich bekam meine Pillen von der Liste und die Schwestern achteten sehr auf die zeitliche Einnahme. Selbst wenn ich abends schlief, gaben Sie mir Bescheid, damit keine Lücke entstand.

Die Genesung konnte starten.

Nach acht Wochen musste eine zweite OP durchgeführt werden (eine Schraube war aus der Halterung gebrochen.) Dieses Mal fragten die Ärzte, ob ich meine Pillen von zu Hause mitbringen könnte, da meine Sorten nicht vor Ort wären. Dies fand ich ok und hab das so gemacht.

Vor der OP hatte ich eine super Aufklärung darüber, welches Parkinson Medikament Probleme bereiten könnte, aber dass die Ärzte während der Narkose besonders drauf achten würden. Und auch hier ist immer beachtet worden, dass die Einnahme pünktlich stattfindet, auch wenn ich die Medikamente bei mir im Schrank hatte.

Irgendwann, weitere zwölf Wochen später, mussten, beziehungsweise konnten die Schrauben und Platten wieder entfernt werden. Also wieder ein paar Tage Vollpension im Krankenhaus.

Wieder habe ich meine Pillen selbst mitgebracht und an die Einnahmen gedacht. Und wieder kam regelmäßig eine Schwester und schaute, ob ich daran gedacht hatte.

Was mir beim dritten Mal auffiel: Ich wurde noch im Aufwachraum gefragt, ob ich während der OP eine Einnahme versäumt haben könnte. Auf mein “Ja” wurde ein Pfleger losgeschickt, um die entsprechende Tablette zu holen.

Ich fühlte mich in der ganzen Zeit und bei den drei OPs sehr gut aufgehoben, gut informiert und beraten. Und es gab eine Neurologin, für die Parkinson kein Fremdwort war. Es wurden alle Kontrollen von dem Chirurgen gemacht, der mich operiert hat. Ich war im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg.

Gisela