Meine Lebensplanung

Obwohl ich nicht mehr jung bin, mein Leben sich dem Ende zu neigt, lebe ich nicht in den Tag hinein. Mit Parkinson und den anderen Krankheiten lässt sich schlecht planen . Zum Trotz habe ich für jeden Tag einen Plan.

Was muss ich im Haushalt machen, welche Post erledigen, Reha Arzttermine wahrnehmen u.s.w. .Welche Zeit habe ich für meine Hobbys. Unsere Mitglieder der Selbsthilfegruppe erhalten zum Geburtstag eine von mir gebastelte handgeschriebene Karte.

Zum Weltparkinsontag gibt es eine Karte mit einem Spruch und einer Tulpe aus Papier geschnitten. Auch zum Weihnachtsfest gibt es etwas gebasteltes.
Langfristig werden nur Reisen geplant . Studiengruppentreffen( jedes Jahr),
da wir immer weniger werden, eine Reise mit einer Gruppe, die seit der Wende gemeinsam reist.Anfangs nur Evangelische inzwischen ist es eine Ökumenische geworden.

Es ist immer ein Wagnis, da Parkinson unberechenbar ist. Wer nichts wagt kann nichts gewinnen. So hoffe ich, dass ich im September beide Reisen mit machen kann und Parkinson mich verschont .
Auch möchte ich noch ein paar Jährchen dazu bekommen.
Jeder Tag ist ein Geschenk.

Lindi