Logbuch der nicht erfolgten THS – Operation

Meine allerersten Erfahrungen mit der tiefen Hirnstimmulation liegen schon eine Weile zurück. Hier ein Auszug aus meinen Tagebuchaufzeichnungen.

TONY

Hallo Hallo, Ich lebe noch…. =( ;-)), aber ich habe noch kein Modul intus.
War ganz eine interessante Erfahrung.
Ich bin seit letzter Woche Freitag auf Dopamin-Entzug und bin am Montag schön brav in der Klinik erschienen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die wenigsten Fachleute dort können sich vorstellen, dass ich bei meiner Vorgeschichte, noch alleine komme.

Die fallen fasst vom Glauben ab, dass ich der Patient und nicht die Begleitperson bin. Naja meine Frau musste arbeiten, und der Nachwuchs in die Schule.
Ich bin also an die Info, hab mir den Weg erklären lassen, dann durchs Gebäude auf eine Station, wo ich über eine Stunde warten musste. Endlich ein Bett, nach vier Stunden Zwischenruhe (Dopamin-Entzug macht müde) kam die Bestätigung, das Zimmer, beziehungsweise das Bett, bleibt…

Am nächsten Tag etliche Untersuchungen, 50 min. CT /, 30 min. Röntgen /, 30 min. Blutbild, 1h Psychologische Test, Vorgeschichte, Medikamenten Verlaufsgeschichte usw. dann Fachbesprechung: Prof., Oberarzt, Neurologe, Neurochirurg, Med. Facharzt für bildgebende Verfahren, Stationsarzt, Arzt im Praktikum, Med. Studenten, Stationsleitung, medizinischer. Pflegedienst, Schwestern, Schwesternschülerinnen und welche in irgendeinem Praktikum, (Pharma-Vertreter – ( ;-))

auf alle Fälle mehrere Reihen von “sehr wichtigen Menschen” – VIPs stehen um das Bett und sehen mir beim körperlichen “Verfall” zu.

Nebenbei immer wieder einige Test, ob man(n) noch richtig Tickt.
Selbst da hatte ich noch 100 von 100 %.
Dann separate Besprechung mit dem Neurochirurgen über die kommende Haartracht O;-)

Ab dann kommt die Nacht, “Super”, einige würden vermutlich viel Geld zahlen um es erleben du dürfen. Stellt Euch einfach mal vor, Ihr habt so etwa zwei bis dreihundert stumpfe Stricknadeln in den Unterschenkeln, diese versuchen abwechselnd im 1/10 Sec. Tackt die Fußsohle bis zur Anspannung der Haut fast zu durchzustoßen (so wie ein pneumatischer Entroster), das in beiden Beinen, den Armen, der Luftröhre, ums Herz, und so einigen Stellen von denen man nicht mal wusste das es sie gib, bzw. das man das bewegen kann.

teamdopamin

Hallo, wir sind Christoph aus Dortmund und May aus Hamburg. Wir wollen über Morbus Parkinson informieren und aufzeigen, wie vielseitig die Erkrankung und der Umgang damit sein kann – aus der Sicht der Betroffenen selbst. Übrigens: Wir sind beide selbst an Parkinson erkrankt.

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