Kinder im Regen

Der Himmel war grau. Die Luft Kristallklar und Kalt. Der Wind peitschte die Regenschwaden vor sich her und auf den Straßen stand Zentimeterhoch das Regenwasser. Die Abläufe in den Rinnsteine hatten große Mühe die Wassermassen zu Schlucken. Doch das störte die Kinder nicht, die in Ihren bunten Regenmänteln und den Gummistiefeln jauchzten vor Freude. Zwei von ihnen mit gelben Gummistiefel an den Füßen hüpften in den Pfützen, sodass das Wasser an Ihren Gummistiefel hoch spritzte und in die Gummistiefel floss. Bei soviel Unbekümmertheit dachte ich zurück an meine Kindheit.


Ich saß gemütlich auf meinen Kuschelsessel am Fenster und den Anblick spielender Kinder und wie der Regen langsam nachlässt. Eben setzt sich ein kleiner Junge, vielleicht vier Jahre, mit dem Hosenboden in die Pfütze und jauchzt vor Vergnügen.

Bei soviel Unbekümmertheit wäre ich gerne wieder Kind.
„Da wird sich Deine Mutter aber freuen”, dachte ich bei mir. Und genoss den dampfenden Tee.
Nun wurde der Regen wieder stärker und prasselte aus dem Grau des Himmels herab.


Drei Mädchen, in bunten Regenmänteln genießen mit weit ausgestreckten Armen und hielten die Gesichter in den Regen. Dabei drehten sich die kleinen Körper der Drei im Kreis.
Irgend jemand rief seine Kinder ins Haus, woraufhin die gelben Stiefel losrannten.
Es wurde still.
Nur das Prasseln des Regens klopfte an meine Fensterscheiben.

Karlheinz

teamdopamin

Hallo, wir sind Christoph aus Dortmund und May aus Hamburg. Wir wollen über Morbus Parkinson informieren und aufzeigen, wie vielseitig die Erkrankung und der Umgang damit sein kann – aus der Sicht der Betroffenen selbst. Übrigens: Wir sind beide selbst an Parkinson erkrankt.

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