Ist es ein Plan, wenn ich keinen Plan habe?

Mein erster Gedanke ist : habe ich einen Plan und wenn für was?
Natürlich mache ich für das eine oder andere im Leben Pläne. Das beginnt schon mit den vielen Arztterminen. Diese muss ich mit der Arbeit gut koordinieren. Und die Arbeit muss ich mit meinen Aktivitäten verbinden. Da gibt es das Tanzen, die  Radtouren, die Treffen mit Freunden. Meinen nächsten Urlaub muss ich auch planen und mit den Kollegen absprechen.

Aber ich merke, ich will mich nicht mehr verplanen. Es einfach mal laufen lassen. Etwas zu machen in dem Moment, wenn es mir in den Sinn kommt und es dann genießen. Das ist gar nicht so leicht!

Ich habe aber gemerkt, dass es für mich wichtig geworden ist.
Der Druck von meiner Selbstständigkeit ist zu ende und bei meiner Arbeit habe ich ein wenig Spielraum bei der Zeiteinteilung, was mir sehr gut gefällt. Ich habe es zu den Proben für unser Theaterstück gemerkt: Ich konnte die Arbeit drumherum gestallten. Dinge, welche mir wichtig sind, stelle ich in meinen Fokus.

Und dann gibt es ja auch noch die Tage, an denen ich mir etwas vornehme und mein Parki gerade einen eigenen *Plan* hat. Wir wissen alle, der fragt nicht was ich will oder möchte. Das haut mich oft aus der Bahn und ich werde wütend über den Einfluss des Parkis. Das macht es meist nicht besser. Und dann kann ich diesen Tag in die Tonne hauen. Auch merke ich, dass ich immer öfter Grenzen aufgezeigt bekomme: Mir fehlt es dann an Kraft und Ausdauer und dann muss ich meinen Ruhepunkt finden. Hierbei werde ich schnell mit mir selbst ungeduldig.
Fazit: Pläne – ja, wenn es um langfristige Dinge wie Urlaub geht.
Ansonsten bin ich sehr flexibel geworden, habe aber auch gelernt, genau dieses zu genießen.
Das einzige was mir wirklich zu schaffen macht, ist dieser PLANLOSE Parki.

Gisela