Geist und Körper (Teil 2/2)

Die folgende 30 bis 40 Minuten gehören einer Kombination aus Meditation und Reiki. Nach der Philosophie von Reiki (rei = Geist, Seele / ki = Ur- oder Lebensenergie) wird ki, welches man durch den Kopf aufnimmt durch die Hände übertragen. Hierzu legt man die Hände an bestimmten Stellen des Körpers auf. Hierdurch wird der Energiefluss im Körper angeregt und Blockaden gelöst. Dies ist sicherlich eine sehr kurze Erklärung, da man hierüber ein Buch schreiben könnte.

Für mich ist es aber ein weiteres, noch tiefergehendes Konzentrieren auf einen Körperbereich, den ich durch Auflegen der Hände stimuliere. Dabei spüre ich sowohl in den Händen, als auch in der betroffenen Region wie das Ki (oder in China Qi) fließt und sich eine angenehme Wärme ausbreitet.

Beides, Qigong als auch Reiki sind für mich sehr meditativ, da ich mich beim einen auf die Bewegung und beim anderen auf eine Körperregion konzentriere und somit alles Geschehen um mich herum und alles, was mich sonst bewegt, verbannen kann. Vor allem aber gehört diese Zeit mir allein, ohne dass ich meinen Begleiter Parkinson daran teilhaben lasse.

Für mich sind diese täglichen Übungen wie das Aufladen einer Batterie, welche sich dann im Laufe der folgenden 24 Stunden wieder entlädt und nach neuer Energie schreit.

In diesem Sinne kann ich nur dazu raten, sich einer mentalen Technik zuzuwenden. Es müssen ja nicht gleich mehrere sein, wie ich dies praktiziere. Wem Reiki zu mystisch ist, dem kann ich Jin Shin Jyutsu ans Herzen legen, was man im Gegensatz zu Reiki auch aus Literatur erlernen kann.
Wer gänzliche Probleme mit den fernöstlichen Techniken hat, dem hilft vielleicht Achtsamkeitstraining (Mindfulness-Based Stress Reduction – MBSR) weiter.

Egal, für was man sich entscheiden mag, wichtig ist die Zeit nur für sich selbst, für seinen Geist und Körper, in der man alles andere loslassen kann und die Ruhe genießt.

Kotti

teamdopamin

Hallo, wir sind Christoph aus Dortmund und May aus Hamburg. Wir wollen über Morbus Parkinson informieren und aufzeigen, wie vielseitig die Erkrankung und der Umgang damit sein kann – aus der Sicht der Betroffenen selbst. Übrigens: Wir sind beide selbst an Parkinson erkrankt.

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