Gedanken zum Jahreswechsel

Die Einkaufswagen sind überfüllt. Das wenigste, was darin zu sehen ist, sind die Dinge der Grundbedürfnisse.
Raketen, Kracher und Böller, oder wie auch immer sie alle heißen mögen.
Hunderte, tausende, nein eher zehntausende von Euro werden wieder in die Luft geblasen werden.


Für nichts und wieder nichts wird unsere Luft verpestet durch die schweflig riechenden Verbrennungsprodukte der explodierenden Freudenkundgebungen der Menschheit.

Wie unbedacht sind wir Menschen doch, wo wir doch so abhängig sind von unserer Umwelt; einer Umwelt, die für Wohl und Gesundheit von uns mitverantwortlich ist. Nun könnte man sagen, dass es da noch viele andere Dinge gibt, die für unsere schlechter werdenden Umweltbedingungen verantwortlich sind. Aber dieser einmal jährlich ausbrechende Wahnsinn an Freude, den wir mit ohrenbetäubendem Krachen, grellen Blitzen und bunt leuchtenden Explosionen feiern, ist sicherlich eine der unnötigsten Arten, unser eigenes Wohlergehen zu belasten.

Man wird sich wieder vorkommen, als sei ein Krieg ausgebrochen.

Welchen Krieg aber wird mein Parkinson zum Jahreswechsel mit mir ausfechten?
Werden meine Muskeln gelähmt durch Rigor und Krämpfe in Schmerzen explodieren?
Wird mein Tremor beim Halten einer Wunderkerze ein herrliches Feuerwerk erzeugen?
Was wird mir das Jahr 2018 noch bescheren, außer dem Beginn des Jahres Sechs, nach meiner neuen Zeitrechnung.

Kotti

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