Erstaunliche Erkenntnis

Jetzt schlage ich mich schon zweieinhalb Jahre mit der Parkinson Krankheit herum.

Nach der Diagnose ging es mir wie vielen anderen. Schock und Euphorie!
Schock, diese Krankheit kommt doch viel zu früh.
Euphorie, endlich stand fest, dass ich kein Hypochonder bin, die Krankheit behandelt werden kann und die Odyssee hat ein Ende.


Ist aber nicht so, jetzt kämpfe ich um den GdB (Grad der Behinderung) und ich möchte versuchen, einen ersten Pflegegrad zu bekommen, weil ich Vieles im Alltag nicht mehr bewältigen kann.
Es liegen viele Steine im Weg, aber bekanntlich macht es stark, diese beiseite zu räumen.
Ich habe mich nach allen Seiten hin informiert. Bücher gelesen und im Netz gesurft.

Dabei bin ich im Netz auf eine geschlossene Gruppe für Parkinson Erkrankte und Pflegende oder Angehörige gestoßen. Ich pirschte mich vorsichtig ran und bekam alle meine Fragen beantwortet und bald konnte auch ich mich schon gut einbringen. Die Gruppe ersetzt natürlich nicht den Arzt, aber es gibt viele Tipps zum täglichen Umgang mit unserer Erkrankung. Auch gibt es tröstende Worte an schlechten Tagen. Oder jeder zeigt seine Kreativität. Es entspringen auch immer wieder neue Ideen für besondere Aktionen.

So hatten dann auch May und Christoph, aus der Gruppe, eines Tages die Idee ein Online Buch mit eigenen Erfahrungen verschiedener Betroffener zu starten.
Erstaunlicherweise war es ein riesiger Erfolg. Zur Arbeitsbewältigung kamen bald noch Claudia und Tony dazu.
Inzwischen ist es schon unser zweites Taschenbuch.

Es ist eine erstaunliche Erkenntnis, dass ich aus dieser Gruppe sehr viel Kraft schöpfe.

DANKE euch allen!

Bika