Ein Mann, ein Fahrrad, ein Versprechen

Dann der Regen!

Nachdem wir uns erholt und gestärkt hatten, setzten wir am Nachmittag die Tour fort. Mit vollem Magen fiel mir das Treten etwas schwerer (vielleicht lag’s auch am zusätzlichen Gewicht!!!). Immer entlang des Flusses Drau und durch die schier endlosen Uferlandschaften. An manchen Stellen war die Strecke auch nicht unbedingt für mein Liegetrike geeignet, aber nach kleinen Pausen am Wasser und unterwegs ein bisschen „ratschen“ mit Einheimischen, kamen wir abends gut in Villach an.
Vor unserem Start am nächsten Morgen in Villach suchten wir zuerst einmal eine Radwerkstatt auf, wo die Außenspiegel meines Rads wieder vernünftig befestigt und die Kette geölt wurde. Bei unserer Abfahrt in Villach wurden wir dann auch geblitzt. Alexandras Mann hat uns per Webcam gesehen … Wir waren aber so schnell, dass uns keiner mehr erwischt hat. Da waren wir schon auf dem Weg nach Italien.
Auf der dann folgenden Etappe von insgesamt rund 60 Kilometern überwanden wir etwa 450 Höhenmeter. Am Ende verfuhren wir uns dann auch noch ein bisschen.
Überall wohin das Auge reichte – hinter uns, neben uns – nur Berge und vor uns der Radweg.
So übersahen wir glatt unser Hotel bzw. die Ausfahrt, sodass wir noch einmal ein paar Kilometer zurück nach Valbruna radeln mussten. Es war aber auch ein Schietwetter.
Wie bei unserer Tour üblich, waren die Gaststätten in den Hotels und außen rum meist noch geschlossen. Saisonbeginn ist hier erst Mitte Mai. Wir trafen aber stets nette und freundliche Menschen, die uns gerne weiterhalfen. An diesem Tag eine sehr nette Bedienung, die uns zu einer Käseplatte sogar noch extra frisches Brot aufgebacken hat. Sonst hätten wir die fünf Kilometer zur nächsten Wirtschaft mit dem Taxi fahren müssen.

Nach einer entspannten Nacht erwartete uns am nächsten Tag eigentlich ein entspannter Tag. Insgesamt hatten wir nur knapp 45 km auf dem Programm und noch dazu nur bergab. Aber irgendwie ging der Tag gleich komisch los. Es hat wie aus Eimern geregnet und wir waren uns absolut uneinig, ob wir gleich losfahren oder noch abwarten sollten. Nachdem wir uns fürs direkte losfahren entschieden hatten, gingen wir in den Keller des Hotels zu unseren Rädern. Hier erlebten wir eine Überraschung: Mein Akku hatte über Nacht nicht geladen und war daher komplett leer. Also mussten wir den Akku noch einmal an den Strom anschließen. Anscheinend hatte die Steckdose einen Wackelkontakt (Verteiler im Verteiler …). Die Zeit nutzten wir einfach für einen vorgezogenen Frühschoppen und stießen auf den einsetzenden Platzregen an. Man sollte eben das Beste aus jeder Situation machen.

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Von teamdopamin

Hallo, wir sind Christoph aus Dortmund und May aus Hamburg. Wir wollen über Morbus Parkinson informieren und aufzeigen, wie vielseitig die Erkrankung und der Umgang damit sein kann – aus der Sicht der Betroffenen selbst. Übrigens: Wir sind beide selbst an Parkinson erkrankt.