Ein Mann, ein Fahrrad, ein Versprechen

Die Zielgerade

In der Früh haben wir zunächst einmal gewartet, bis wir alle Teilnehmer unserer letzten Etappe eingesammelt hatten. Das waren: Alexandra, Benno, Tony, Matteo, Vicente, Raffaele und ich. Das sind alles BST-Mitarbeiter. Matteo für die Kommunikation, Raffaele für den Vertrieb und Vicente ist der Europa-CO, der extra aus Paris eingeflogen kam.


Und dann ging‘s los. Wir sind aus Mestre, einer Stadt, die eine bezaubernde Altstadt hat, aber auch ein großes Industriegebiet, auf eine wunderbare Art und Weise geführt worden. Vorbei an Villen, die von einer anderen Zeit erzählen, als der Adel noch einen großen Einfluss hatte. Vorbei an großen Parks, die oft nicht mehr zugänglich waren, weil sie verwildert sind. Und wir haben verfallene Adelshäuser bzw. Landsitze gesehen. Traumhaft schön, aber leider verlassen und größtenteils dem Verfall preisgegeben.


Unsere Streckenführung ging immer entlang eines kleinen Flüsschens und an ruhigen Nebenstraßen mit wenig Verkehr. Toni wollte uns auf dieser Strecke eine kleine Führung durch ein Herrenhaus mit dazugehörigem Garten zukommen lassen, aber leider war dies nicht möglich, da man den Garten mit dem Haus nur im Rahmen einer Führung ansehen kann. Die Zeit hatten wir aber leider nicht. Wir hatten unseren Begleitern gleich am Anfang unserer Etappe gesagt, dass wir nach 20 Kilometer immer eine Pause eingelegt haben, und dass wir dieses Ritual auch am letzten Tag beibehalten.


Leider hat uns nach wenigen Kilometern Tony Marra verlassen. Seine Frau hat ihn abgeholt – „er muss noch etwas vorbereiten“ – und wir waren fasst auf uns gestellt.
Diesmal übernahm Matteo die Führung der Etappe, wen wundert´s, schließlich ist er der Mann der Kommunikation. Somit lotste er uns per Handynavigation perfekt nach Padua. Herzlichen Dank nochmal dafür. Unsere Pause, in einer kleinen Stadt namens Dolo, die wir in einem wunderschönen Café auf einer Brücke verbrachten und uns die Sonne ins Gesicht scheinen ließen, nutzten wir auch noch für einen kleinen Snack. Dass wir auf unserer letzten Etappe so schönes Wetter hatten, war einfach genial. Und weiter ging’s durch kleine Straßen, kleine Örtchen, immer an einem kleinen Flüsschen entlang. Und so haben wir uns Kilometer für Kilometer Padua genähert. Es war das erste Mal, dass wir zu schnell unterwegs waren, und so mussten wir irgendwo auf der Strecke in einem kleinen Café nochmal eine Pause einlegen. Nach circa einer halben Stunde fuhren wir weiter. Die Herren, die uns auf der letzten Etappe begleiteten, hatten jetzt langsam aber sicher die Hosen voll – voller „Knödel“. Sie haben angefangen, zu jammern, dass ihnen der verlängerte Rücken wehtun würde. Wir konnten natürlich nur darüber lächeln, nach den vielen Kilometern, die wir auf dem Sattel verbracht hatten, bzw. ich in meinem Sitz. Der nächste Halt war dann schon in Padua, aber nicht auf der Piazza della Valle, sondern vor dem Krankenhaus in Padua. Aber nicht zur Einweisung oder sonstigen Schwierigkeiten, sondern wir haben Prof. Antonini abgeholt, der noch seine Visite beendete, und der es sich nicht nehmen lassen wollte, mich auf der letzten Strecke mit dem Fahrrad zu begleiten.

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Von teamdopamin

Hallo, wir sind Christoph aus Dortmund und May aus Hamburg. Wir wollen über Morbus Parkinson informieren und aufzeigen, wie vielseitig die Erkrankung und der Umgang damit sein kann – aus der Sicht der Betroffenen selbst. Übrigens: Wir sind beide selbst an Parkinson erkrankt.