Ein anderer Weg (Teil 3 / 3)

Somit begann ich mich, angeregt durch das Buch „Das heilende Bewusstsein“, für spirituelle und fernöstliche Methoden zu interessieren. Ich hatte schon gut ein Jahr davor „Zhineng Qigong“ gelernt und praktiziert, dies aber wieder zur Seite gelegt, da mir die notwendige Motivation und Konsequenz fehlte. Ich habe nun viele Bücher über geistiges Heilen und Quantentheorie (-heilung), welche teilweise auch von deutschen Medizinern und Wissenschaftlern geschrieben wurde, gelesen. Diese Literatur und der Besuch bei einem Mediziner, welcher sich der geistigen Heilung verschrieben hat, haben bei mir einen Umdenkprozess eingeleitet. Das Fragen nach dem „Warum“ und dem „Wie wird es in ein paar Jahren aussehen“, habe ich abgelegt. Diese quälende Fragestellung kann nur darin enden, dass man sich selbst psychisch in den Abgrund zieht.

Da ich mich nicht nur auf Literatur und den Besuch bei alternativen Therapeuten stützen wollte, habe ich den 2. Grad in Shingon Reiki erworben und einen MBSR-Kurs besucht.

Insbesondere die regelmäßige Praxis von Reiki und Meditation haben mich darin bestärkt, dass ich meinen Parkinson vielleicht auch ohne Medikamente und deren Nebenwirkungen leben kann. Somit wagte ich Ende Juni 2016 den Schritt, meine Medikamente auf null zu setzen. Nach einer Woche Leidenszeit ging es mir nach und nach immer besser. Natürlich nicht symptomfrei, aber ich fühlte mich und meinen Körper wieder.

Zwischenzeitlich habe ich mein persönliches Wohlfühlprogramm, welches es mir ermöglicht, ohne Medikamente gut zu leben, ausgearbeitet:

  • täglich 60-75 Minuten für mein spirituelles Wohl (Zhineng QiGong, Reiki und Meditation)
  • mindestens jeden zweiten Tag bewusstes Laufen. Dabei achte ich auf saubere Schritte und auf meine Armbewegung.
  • ansonsten noch je einmal die Woche Kundalini Yoga, Pilates und Krafttraining
  • ein stressfreies Leben aufgrund meines Rückzugs aus dem Arbeitsleben

Natürlich kneift mich Sir James immer wieder, aber ich kann gut damit leben. Auf jeden Fall erheblich besser als mit den Nebenwirkungen der Medikamente.

Wie es die nächsten Wochen, Monate, Jahre weitergeht, wird sich zeigen. Im Moment zählt für mich nur eines: jeder Tag ohne Medikamente ist ein guter Tag.

Ich möchte diese Zeilen nicht als Rezept verstand wissen, welches jedem helfen kann, seine Krankheit zu zähmen. Geschweige denn, will ich den Eindruck einer Heilung vermitteln, denn ich bin nicht geheilt. Es ist ein Weg, der mir persönlich weiter geholfen hat und nicht zwingend reproduzierbar sein muss.

Kotti

Ein anderer Weg (Teil 1/3)

Ein anderer Weg (Teil 2/3)