Eigentlich

Eigentlich hat sich mein ganzes Leben verändert, seit der Diagnose. Ich bin viel kreativer geworden und viel mehr so, wie ich bin. Nicht so wie andere wollen, dass ich bin. Ich bin viel näher am ICH, ich bin viel näher an dem, was wirklich zählt. Ich tue Dinge, von denen ich nie gedacht hätte, sie zu tun. Und dadurch, dass ich sie tue, passieren mir unglaubliche Dinge.

Ich begegne Menschen, die auf meinen Zug aufspringen. Ich sehe Dinge, die früher unsichtbar waren. Ich bin nachts unterwegs, wenn alle anderen schlafen. Ich bewundere die Sterne und die Natur, viel mehr als früher. Und ich tue Dinge sofort. Ohne auf eine Einladung zu warten. Ich weine meine Trauer, ohne zu bereuen, heraus. Ich bleibe wach. Ich male. Ich beobachte. Ich lerne. Ich mache Musik. Ich traue mich, Sachen zu tun, bei denen ich sonst gezaudert habe. Ich schließe Freundschaften. Ich erobere ferne Welten. Ich bin bereit, bei jeder Gelegenheit Neues zu lernen. Sofort… Aufschieben gilt nicht. Ich mache die meisten Dinge sofort.
Ja, das ist viel spannender als früher. Es passieren völlig unerwartete Dinge. Das mag ich.

Musik
Tanzen
Malen

Alles, was ich tue, mache ich aus vollem Herzen und ohne jede Hemmung.

Das tut mir gut.
Das ist viel besser, als es vorher war.

Kornblume

teamdopamin

Hallo, wir sind Christoph aus Dortmund und May aus Hamburg. Wir wollen über Morbus Parkinson informieren und aufzeigen, wie vielseitig die Erkrankung und der Umgang damit sein kann – aus der Sicht der Betroffenen selbst. Übrigens: Wir sind beide selbst an Parkinson erkrankt.

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