Die wahren Helden

Der Anker, der einen hält, die Freunde.

Ob mit oder ohne Parkinson, wir alle brauchen Freunde. Immer wieder höre ich, dass Parkinson Freundschaften genommen hat, mir hat es höchstens noch neue gebracht.
Und wenn es jemanden geben sollte, der nicht mehr da ist, dann war es Max. Ein Bekannter.
Das muss man klar unterscheiden. Denn mit Freunden lacht man, aber man darf auch weinen.


Sie sind da, wenn es einem nicht gut geht, setzen den Anker und warten ab, bis man wieder alleine segeln kann.

Es ist so unendlich wichtig, dass man weiter lebt, sich nicht abschottet und sich auf das, was kommt, einlässt.
Denn wie gesagt, Parkinson nimmt mir nicht die Freunde, sondern schenkt mir neue.

Viele besondere Menschen habe ich schon kennen lernen dürfen und ich bin offen für neue.
Die Einsamkeit ist nicht der Weg, den ich gehen möchte.
Ich lebe und freue mich auf neue tolle Menschen und ihre Geschichten.
Und über die, die mich schon länger begleiten. Ich danke euch, dass ich mich immer auf euch verlassen kann. Hilfe zu erhalten und auch anzunehmen, ist tatsächlich essentiell wichtig.
Meine Lieben, ihr seid die besten.

Verständnis ist das, was Freunde ausmacht.
Ich bin nun mal nicht mehr so zuverlässig, wie ich es mal war, und das ist keine Absicht.
Es ist der Wechsel zwischen Parkinson und den Nebenwirkungen, ich weiß nie, was morgen ist.
Ein Tag, an dem ich leben kann oder ein Tag, an dem ich ruhen sollte.
Und da sind sie, die wahren Helden, die nie diskutieren, sondern es akzeptieren und helfen, wo sie können.

Ihr bietet mir so viel Unterstützung an und ich bin froh, diese zu erhalten.
Denn alleine schaffe ich es nicht.

Dini

teamdopamin

Hallo, wir sind Christoph aus Dortmund und May aus Hamburg. Wir wollen über Morbus Parkinson informieren und aufzeigen, wie vielseitig die Erkrankung und der Umgang damit sein kann – aus der Sicht der Betroffenen selbst. Übrigens: Wir sind beide selbst an Parkinson erkrankt.

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