Die unglaubliche Reise des kleinen roten Fahrrades

(Ein kleiner Reisebericht, Alpe-Adria-Radweg 2018)

  1. Mai 2018, Reisevorbereitungen
    Erster Pluspunkt: Das uns zur Verfügung gestellte E-Bike von mfb lies sich ohne Probleme in unser kleines Auto einpacken. Lenker kann einfach nach unten geklappt werden und schon verschwindet es im Kofferraum. Das sorgte zwar bei den Umstehenden für ein mitleidiges schmunzeln, aber was wir bis dahin noch nicht wussten, würde sich dieses Pack-Maß noch als sehr, sehr nützlich erweisen.
  2. Mai 2018, Aufsatteln
    Zweiter Pluspunkt: Die fast schon unglaubliche Reichweite des kleinen Riesen, denn der Alpe-Adria-Radweg hat es in sich. Salzburg, Golling, Pass Lueg und dann, mit nur knapp einer Stunde nachladen, bei einer gemütlichen Brotzeit und aussitzen eines Gewitterschauers, weiter über Werfen nach Bischofshofen. Ab diesem Zeitpunkt waren die Frozeleien über das „Klapprad“ passé. Und ich bewunderte meine, doch technisch eher unbegabte Frau, wie sie mit dem Riese-Müller Rad die Pässe bezwang. Da wir relativ spät in Bischofshofen ankamen, haben wir kurzerhand ein Taxi nach Oberfellach genommen, wobei sich die flexible Bauform unserer Räder wieder als großer Vorteil erwies.
  3. Mai 2018, bis nach Spital an der Drau
    Wunderbar ausgebaute Radwege und ich hatte mit meinem HP Scorpion fx ein wenig zu kämpfen, dem kleinen Zwerg Kendu meiner Frau, in Sachen Geschwindigkeit Paroli zu bieten. Übernachtung in der Jugendherberge, kurios aber sauber, und im Nachbargebäude ein super Frühstück.
  4. Mai 2018, auf dem Weg nach Villach
    Wieder weite, endlose Auenlandschaften und vor uns ein schön ausgebauter Radweg und perfektes Fahrradwetter. Hin und wieder kleine Pausenstationen; und bei bester Laune erreichten wir den „Wilden Mann“ in Villach.
  5. Mai 2018, Bergauf bis Valbruna
    Trotz der Anstiege auf Arnoldstein, Maglern und Camporosso, das kleine rote Fahrrad meisterte alles spielend. Am Grenzübergang wurden wir staunend begrüßt, von einem sehr sportlichen Männerclub, der sein Fotoshooting noch nicht beendet hatte, mit den Worten: „saits es a scho do?… sauber“. (Sie hatten uns kurz nach Arnoldstein ganz schnittig überholt, wo wir noch mit dem Anstieg kämpften). Nach kurzem Fachsimpeln über unsere Räder sind wir, unter den anerkennenden Blicken der Männer-schaft weiter unserem Etappenziel Valbruna entgegen geradelt.
  6. Mai 2018, von nun ab ging es bergab
    40 km fast ausschließlich bergab bis Venzone. Ein Traum von Landschaft und Weg, Entspannung pur, und das bei einer Alpenüberquerung mit dem Fahrrad. Mir fehlen dazu die Worte, da wir dieses Mal mit dem Wetter ausgesprochenes Glück hatten.
  7. Mai 2018, von Venzone nach Udine
    Ob Tunnel, Brücken oder Arkaden, es ist einfach schön hier zu fahren. In Udine und um Udine herum ist die Qualität der Radwege nicht immer für die kleinen Räder geeignet, aber möglich und bezwingbar.
  8. Mai 2018, Udine bis ans Meer
    Wir hatten fast immer Glück mit dem Wetter, nur für die Etappe bis ans Meer hatten wir den ganzen Tag Gegenwind, unangenehm aber bezwingbar. Mit langer Pause in Palmanova, einer faszinierenden Kleinstadt, mit Sternförmigen Grundriss.
  9. Mai 2018, Grado
    Dolce Vita in Grado, mit Probe der italienischen Kunstflugstaffel.
  10. Mai 2018, Treffen von Freunden und
    Mitgliedern der GIOVANI PARKINSONIANI ITALIANI mit großem Interesse an unseren Rädern. Wir wurden auf dem Weg zurück nach Udine zum Teil begleitet, dieses mal mit Rückenwind. Ab da hieß es „Kilometer fressen“, weil sich ein großes Unwetter angekündigt hatte. Wir haben es wieder einmal geschafft. Kaum das Fahrrad in die Tiefgarage, frisch geduscht, fertig zum Dämmerschoppen, bricht das Unwetter los. Glück gehabt.
  11. Mai 2018, Heimfahrt mit Zug und Taxi
    Im Zug keinerlei Besonderheiten, bis auf die Sache, dass die Bord Bar keinen Aperol mehr hergab. Pech für meine Begleiterinnen. Das Abholen unseres Teams aus Salzburg war dann nur noch ein Klacks, denn wieder bewährte sich der Klappmechanismus meines Scorpions und der Klapplenker des kleinen roten Riese & Müller Kendu Rades.
    Taxi auf, Räder rein und ab nach Hause!

Herzlichen Dank an mfb (Muskel-betriebene Fahrzeuge) Norbert Henkel und Hans Feirer für die Unvergesslichen Momente.

Tony

teamdopamin

Hallo, wir sind Christoph aus Dortmund und May aus Hamburg. Wir wollen über Morbus Parkinson informieren und aufzeigen, wie vielseitig die Erkrankung und der Umgang damit sein kann – aus der Sicht der Betroffenen selbst. Übrigens: Wir sind beide selbst an Parkinson erkrankt.

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