Daniel’s Tagesablauf

Huhhh…es ist noch dunkel draußen, die Familie schläft noch, außer einer, nämlich ICH.

Warum? Wieso? Was soll das? Es ist doch erst 3.00 Uhr!

Ach, da ist der Störenfried: “Moin Tremor. Du, wir müssen noch bis 6.00 Uhr warten, dann gibt es erst Nachschub an Medis, ok?”

Aber ich kann ja schon mal aufstehen, duschen und mich fit machen für die Arbeit.

Ok, 4.00 Uhr. Ich fahre schon mal zu Arbeit und fange mal an. Na bitte, 6.00 Uhr….. Meditime, 100 mg Xadago, 125 mg Madopar und 50 mg Clarium. So Leute, gebt mir ca. 20 Minuten und die Post geht ab. Der Vormittag zieht sich so durch mit Kundengesprächen, Aufmaßen und Angebotserstellungen. 11.00 Uhr, wieder Zeit für Medis, 125 mg Madopar und 50 mg Clarium, und weiter geht’s, meine Jungs in der Grünflächenpflege kontrollieren. Alles gut. Sie wissen was sie tun.

So und schon ist 12.00 Uhr: Mittag.

Nanu, was ist das denn? Warum reiß ich den Kopf so weit auf ? Muss wohl daran liegen, dass man nicht so viel als Parkinsonbetroffener schläft und die Nacht zum Tag macht.

Ok, 16.00: denn mal die Medis her, 125 mg Madopar und 50 mg Clarium und ab in den Feierabend. Meistens fahre ich noch zum Sport, 2 km Laufband, 2 km am Rudergerät und 3 Runden Milon Zirkel. Dann aber ab nach Hause, Frau wartet mit Abendessen (hat schon 2 mal per WhatsApp geschrieben). Macht sich Sorgen.

Ok 20.00: Uhr Medis, 100 mg Clarium, Fernsehen gucken und noch ein bisschen unterhalten über dies und das und siehe da, 23.30 Uhr, ab ins Bett, schnell einschlafen, da sich ja mein Tremor bestimmt bald wieder meldet.

So, das war in etwa mein Tagesablauf.

Daniel

teamdopamin

Hallo, wir sind Christoph aus Dortmund und May aus Hamburg. Wir wollen über Morbus Parkinson informieren und aufzeigen, wie vielseitig die Erkrankung und der Umgang damit sein kann – aus der Sicht der Betroffenen selbst. Übrigens: Wir sind beide selbst an Parkinson erkrankt.

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