Daniela Picci aus Italien. Mutig mit Parkinson

Wenn ich ein Engel wäre, würde ich mit meinem Boss sprechen um ihn zu bitten, die Menschheit von Krankheiten, Gewalt und Katastrophen zu befreien. Das ist aber trivial, da ich bin kein Engel, ich bin einfach ein Mensch, der sein Leben seit einigen Jahren mit Herrn Parkinson verbringt.

Habt ihr je von einem Engel gehört, dem schwindelig ist? Der wäre bestimmt ich…. Ich habe immer Angst von der Höhe gehabt, solche Angst, dass ich mich nicht aus einem Balkon lehnen kann, ohne dass mein Magen sich zusammenrollt. Als ich zum ersten Mal über das Projekt: „Parkinson kennt keine Grenzen“ gehört habe , dachte ich sofort: “die sind verrückt”. Das Projekt ist, einer Gruppe von an Parkinson leidenden Leuten, das Klettern beizubringen

Mein Neugier war aber stärker als meine Angst. Ich meldete mich also an, um etwas mehr darüber zu erfahren. Ich dachte zwar, dass eine Nachricht harmlos sein würde. Nachdem ich mit Viviana sprach, war ich überzeugt und entspannt.

Meine Abenteuer mit dem Indoor-Klettern war fast angefangen.
Ich möchte schreiben können , dass ich mir keine Sorgen machte und die Spitze sofort erreichte.

Es war aber nicht so, obwohl die Lehrer sehr freundlich und ermutigend waren, hatte ich Angst. Ich dachte nicht, dass ich mich verletzen könnte sondern dass ich versagen könnte und dadurch die Bestätigung haben würde, dass Parkinson doch eine Begrenzung ist, die mein Leben stark beschränkt hätte und dass ich lieber aufgeben sollte. Ich war also überrascht, dass ich nicht nur die Spitze erreichte, sondern auch so viel Spass hatte, dass ich immer noch versuche, unsere monatliche Treffen nicht zu verpassen.

Diese Erfahrung teile ich mit anderen Leuten, die auch Parkinson haben, auch mit meinen Töchtern und einigen Freundinnen. Während des Kletterns haben wir alle Momente, wo man nicht mehr weiss, wie es weiter zu klettern geht.
Auch die Leute, die die Idee zu diesem Projekt hatten sind wirklich wunderbar. Nie hast du den Eindruck, dass sie dich belächeln.

Meine Technik ist in der Zwischenzeit besser geworden und ich bin stolz zu sagen, dass ich am 10. Oktober auf einen echten Berge geklettert bin.

Was ich gelernt habe? Das man die Grenze allein schafft und dass ich alles machen kann, was die „normale“ Leute machen, manchmal etwas weniger manchmal etwas mehr, nur darf ich Herrn Parkinson nicht erlauben, mir zu sagen was ich kann oder was ich nicht kann und wenn ich eine Schwierigkeit habe, finde ich die Kraft, eine Lösung zu finden.

Und wenn ich mal müde bin, ruhe ich mich aus, wie es alle machen.
In der Zwischenzeit habe ich andere Erfahrungen gemacht, Mr. Parkinson hat mich nämlich gelehrt, dass ich Recht habe, mich mehr Zeit zu widmen und dass meine Familie auch ohne mich ab und zu überleben kann.

If I were an angel, I would talk to my boss to ask him to free humanity from disease, violence and catastrophes. But this is trivial, since I am not an angel, I am simply a person who has spent his life with Mr. Parkinson for several years.

Have you ever heard of an angel who is dizzy? I would certainly be him…. I have always been afraid from the heights, so afraid that I cannot lean out of a balcony without my stomach rolling up. When I first heard about the project: “Parkinson knows no borders”, I immediately thought: “they are crazy”. The project is to teach a group of people suffering from Parkinson’s to climb.

But my curiosity was stronger than my fear. So I signed up to learn more about it. I thought that a message would be harmless. After talking to Viviana I was convinced and relaxed.

My adventures with indoor climbing had almost begun.
I want to be able to write that I was not worried and reached the top immediately.

It wasn’t like that, though the teachers were very friendly and encouraging, I was afraid. I didn’t think that I could hurt myself, but that I could fail and thereby have the confirmation that Parkinson’s disease is a limitation that would have severely limited my life and that I should rather give up. So I was surprised that not only did I reach the top, but I had so much fun that I still try not to miss our monthly meetings.

I share this experience with other people who also have Parkinson’s, including my daughters and some friends. During climbing we all have moments when we don’t know how to continue climbing.


Also the people who had the idea for this project are really wonderful. You never get the impression that they smile at you.

My technique has improved in the meantime and I am proud to say that I climbed a real mountain on October 10th.

What did I learn? That you manage the border alone and that I can do everything that “normal” people do, sometimes a little less sometimes a little more, but I can’t allow Mr. Parkinson to tell me what I can or can’t do and when I have a difficulty I find the strength to find a solution.

And when I get tired, I rest like everyone else does.


In the meantime, I’ve had other experiences, because Mr Parkinson taught me that I’m right to spend more time and that my family can survive without me from time to time.

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