Da ist der Fehler

Ich möchte mich kurz vorstellen: Seit 25 Jahren leide ich unter Parkinson, bin zur Zeit 65 Jahre alt, selbst Ärztin, seit 2017 nicht mehr berufstätig.

Meine Diagnose habe ich im Jahr 1995 bekommen. Als ich meinen Neurologen nach der Zeit fragte, wie lange er denke, dass ich noch arbeiten kann, sagte er circa fünf Jahre. Aus diesen fünf Jahren sind 22 Jahre geworden. Dank der THS.
Der eigentliche Grund warum ich hier schreibe ist, dass die Patient:innen -auch ich- gar nicht auf die Phase nach der Operation vorbereitet wurden und werden.
Es ist eigentlich der wichtigere Teil der THS Therapie. Es ist eine unheimlich ermüdende Zusammenarbeit zwischen Patient:in und Neurolog:in. Man muss die Medikamente langsam an den THS-Zustand anpassen. Das erfordert viel Geduld und Feingefühl – und zwar von beiden Seiten. Es wäre wichtig zu betonen, dass die Patienten in der Klinik operiert werden sollte, wo sie später auch eingestellt werden können und dass diese Klinik für sie auch gut erreichbar sein sollte.

Ich habe seit August 2011 THS und bin sehr dankbar dafür. Es war eine gute Entscheidung.

Saboya

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Von teamdopamin

Hallo, wir sind Christoph aus Dortmund und May aus Hamburg. Wir wollen über Morbus Parkinson informieren und aufzeigen, wie vielseitig die Erkrankung und der Umgang damit sein kann – aus der Sicht der Betroffenen selbst. Übrigens: Wir sind beide selbst an Parkinson erkrankt.