Chronik eines alternativmedizinischen Experiments (10 / 12)

Logbuch Tag 15, 1. Tag extern.

Das Leben im Seminarhotel ist eine echte Herausforderung. Nachdem die heutige Seminarunterkunft auch Fastenseminare anbietet, dachte ich, dass es mit dem Essen easy sein sollte. Und in der Tat, sie bieten jeden Tag ein vegetarisches Mahl an. Leider ist der Geschmacksträger Fett und so bestand die heutige Mittagsmahlzeit aus einem zwar köstlichen aber leider etwas zu fetten geratenen Kartoffelgratin. Gut im Geschmack, aber meinem Abnehm- und Entwöhnungsprozess nicht gerade zuträglich…

Am Abend dann Quinoa und Linsen an roten Rüben. Extrem lecker und bekömmlich. Als Nachspeise dann … oh Verführung! Oh Sünde! … Mousse au Chocolat!!!

Ich hatte jetzt mehr als 2 Wochen auf jegliche Schokolade verzichtet … und … Ich konnte nicht widerstehen! Ich hab das Dessert gegessen… und jetzt ist mir schlecht … !!!

FAZIT: nach fast 2 Wochen bewusstem ayurvedischem Essen ist Schoko als Fastenbrecher kontraproduktiv!!!

Allen anderen Versuchungen zu widerstehen ist mir leicht gefallen (Kaffee, Alkohol, Zucker), aber Schokomousse…

Zwischenbilanz I: (nach der ersten Arbeitswoche)

Ich hab jetzt meine erste Arbeitswoche nach der Ayurveda Kur hinter mich gebracht. Und es ist schwierig, den körperlichen Status aufrecht zu erhalten und auch die Disziplin, all die Dinge nachhaltig fortzuführen, die in der Kur errungen wurden.

Gelungen ist mir:
• das vegetarische Essen beizubehalten,
• bis auf zwei “Ausrutscher” nicht zu naschen (einmal das köstliche Mousse au Chocolat im Seminarhotel, das ich dann bereut hab weil mir so schlecht wurde ob der entwöhnten Essensgewohnheiten und einmal zwei Stück Kastner Schoko Rumpflaumen … die waren auch zuuu verführerisch)
• meine ayurvedischen Medikamente pünktlich einzunehmen
• einmal täglich Tai Chi Übungen
• jeden zweiten Tag eine Runde spazieren gehen

Nicht gelungen ist mir:
• täglich spätestens um 23.00 zu schlafen
• Rasayana (nur zu tun, was mir gut tut)
• nach spätestens 1 1/2 Stunden Arbeit eine Pause zu machen
• aus dem Trott aus Disziplin und Konzentration auszubrechen und meine Arbeitszeit zu beschränken und genügend Raum für mich und Lebensdienliches zu haben.

Wenn man(n) so sozialisiert ist wie ich, dann droht einen der Job immer wieder aufzufressen bzw. meine Bereitschaft, mich auffressen zu lassen ist stärker als der Versuch, gesund zu leben …

Peter

teamdopamin

Hallo, wir sind Christoph aus Dortmund und May aus Hamburg. Wir wollen über Morbus Parkinson informieren und aufzeigen, wie vielseitig die Erkrankung und der Umgang damit sein kann – aus der Sicht der Betroffenen selbst. Übrigens: Wir sind beide selbst an Parkinson erkrankt.

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