Impulskontrollstörungen ein Tabuthema!?

Eigentlich ist es ja ein richtiges Tabuthema, aber da nun doch schon jemand den Anfang gemacht hat, möchte ich auch über mein Problem in dieser Hinsicht berichten.

Bei mir fing es nach circa einem halben Jahr schleichend an. Zunächst merkte ich, dass ich mir um Geld nicht mehr soviel Gedanken machte wie sonst.

Als allein erziehende Mutter musste ich jeden Cent zweimal umdrehen. Irgendwann waren die Kinder aus dem Haus und ich konnte mir auch mal von Zeit zu Zeit etwas Gutes tun.

Dann ging ich in den Ruhestand. Meine Rente ist sehr gering und ich verdiene mir 450 € dazu, so komme ich gerade über die Runden. Ich habe bemerkt, dass ich viel leichter mein Geld ausgebe, als ich eigentlich möchte.

Da es mir aufgefallen ist, kann ich besser gegen an kämpfen, aber es ist schwierig.

Schlimmer aber ist die Esssucht, dieses ständige übermäßige essen, das ist die schlimmste meiner Impulskontrollstörungen. Seit der Diagnose vor zwei Jahren habe ich 20 kg zugenommen.

Ich kann nicht mehr mit Genuss essen. Viel zu schnell und zu viel nehme ich zu mir, ob Gerichte oder Naschereien, ob Obst oder Eis, es ist immer zu viel und ständig.

Ich schaffe es einfach nicht, in mein altes, normales Essverhalten zurückzukehren.

Mein Neurologe hebt nur die Schultern und meint, alle Parkinson Medikamente haben diese Nebenwirkungen.

Ich habe mir jetzt professionelle Hilfe gesucht in Form einer Verhaltenstherapie und hoffe sehr, somit meine Essstörung in den Griff zu bekommen, bevor durch Übergewicht noch weitere gesundheitliche Störungen auftreten.

Behaltet diese Störungen im Auge, bevor ihr weitere Krankheiten bekommt oder in den Ruin schlittert.
Alles Gute!

Bika

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