Abschied

Nadine

Heute mal kein Parkinson, oder auch doch, denn Fakt ist, es trifft uns alle. Das Thema ist ein ernstes Thema und nicht jeder möchte drüber reden. Ich persönlich möchte meine Gedanken mit euch teilen. Denn ich bin der Meinung, dass es kein Tabu Thema ist. 

Der Tod 

Er ist ein Teil von uns. Er gehört zum Leben dazu und trotzdem will ihn niemand haben. Der Tod ist wie die Geburt, er macht uns alle wieder zu demselben Menschen, ohne Rücksicht auf arm oder reich. Jeder von uns wird an den Punkt kommen, wo die Sanduhr des Lebens abgelaufen ist. Und dann kommen wir unter die Erde, ob arm, ob reich, jeder findet dort seinen Platz. So sind wir alle auf dieselbe Weise zur Welt gekommen, und am Ende verlassen wir sie alle auf dieselbe Weise wieder. Das ist, was uns alle verbindet, die Geburt und der Tod. Nur die Zeit dazwischen, die verläuft bei jedem anders und auch das ist gut so. 

Der Abschied

Man weiß, dass es das beste ist, wenn derjenige gehen darf. Es gibt eine Grenze des belastbaren, und so weit wir auch sind mit der Medizin, der Körper kann immer aufrecht erhalten werden. Ob das immer das beste für den Geist ist? Das Leben und am Leben erhalten sind zwei verschiedene Dinge. 
Niemand möchte Abschied nehmen, das ist das schlimmste was es gibt. 
Aber wenn man die Gelegenheit hat Danke und Good Bye zu sagen, dann sollte man es auch tun. Denn man hat eine Chance bekommen, die nicht jeder bekommt. 

Der eine oder andere organisiert seine Beerdigung im Vorfeld, was ich persönlich sehr Sinnvoll finde. 

Denn mal ehrlich, wer weiß besser was ich möchte, als ich selbst? Und der Tag, an dem man sich verabschiedet, der sollte doch so sein wie ich es selbst möchte. 

Nichtsdestotrotz ist der Abschied das Schlimmste was es gibt. Die Vernunft weiß das es das beste ist, die Vernunft sieht, dass der Moment gekommen ist, wo das Leben nur noch eine Qual ist. Aber neben der Vernunft steht das Gefühl und das will einfach nicht Abschied nehmen, das möchte halten, fest halten an dem, was wichtig ist. 

Der Abschied wird zu einer schmerzhaften Erfahrung, da kann die Vernunft noch so laut schreien, es ist das beste so. Das Gefühl lässt sich davon nicht beeinflussen: was man liebt, kann und will man nicht gehen lassen. 
Aber irgendwann ist es dann soweit, der Moment wo es Zeit wird zu sagen: “Ich habe dich lieb, eine schöne Reise wünsche ich dir.” 

Und wir sehen uns……….

Der Moment der absehbar ist, aber nicht ertragbar, ist der Moment den niemand möchte. Schon gar nicht diejenigen, die bleiben. Auf Wiedersehen ist schmerzhaft, sehr schmerzhaft. Und so braucht ein Abschied Zeit. Zeit, bis das Gefühl der Vernunft zur Last wird.

Nadine