10 gemeinsame Jahre mit James

Die Nacht war kurz-mal gerade so 3 Stunden geschlafen und das schon mit Thombran.
Also stehe ich auf, denn im Bett nur einfach zu liegen, das kann ich schon lange nicht mehr.
Morgens geht alles sehr langsam. .
– 1. Drogeneinnahme
Langsames Wirken- erst dann geh ich aus dem Haus. 7.00 Uhr.
Bin froh, wenn im Bus ein Platz frei ist. Die Beine sind noch sehr schwer.
Bis 9.00 ist ein ruhiges Arbeiten
– 2. Drogeneinnahme
Jetzt wird es oftmals hektische.- Unruhe stellt sich ein – .
Muss etwas eingeschoben werden, was nicht geplant ist – Angst.
Bin froh, wenn keine Dienstwege anliegen und ich nicht vom Arbeitsplatz weg muss.
Arbeitskollegen stellen fahrige Bewegungen fest.
– 3. Drogeneinnahme
Es ist Mittagszeit- Zum gemeinsamen Essen geh ich nicht mehr. Ich brauch einwenig Ruhe für mich und manchmal arbeite ich auch weiter- Innere Unruhe
Und der Arbeitstisch liegt immer noch voll.
Die Muskulatur in Nacken tut weh-total verkrampft.
Bin froh, dass so viel über den PC erledigt werden kann- denn meine Schrift ist kaum mehr zu lesen. Auch kleine Mitteilungen schreibe ich nicht mehr mit Hand.
Vor kurzem mussten schnell einige Bankbelege geschrieben werden- die Bank akzeptierte diese nicht.
– 4. Dogeneinnahme
Es wird Zeit, das der Arbeitstag zu Ende ist. Nachmittags mussen meine Bewegungen besonders auffallend sein. Bewohner fragen mich häufig was ich habe.
Schleichen ist angesagt.
Nun noch zum Bus und noch ein wenig einkaufen.
Zu Hause ist dann endlich kein zusammennehmen mehr nötig, Ich brauch nicht darauf zu achten, dass ich beobachtet werde..
– 5. Drogeneinnahme
– 6. Drogeneinnahme 22. Uhr

Kollegen verstehen mich nicht mehr. Meine Tätigkeit im Öffentlichkeitsbereich darf ich nicht mehr machen- 16 Jahre Wissen werden nicht mehr gebraucht und alles was unangenehme Arbeiten sind, bekomme ich auf den Tisch. Werde demnächst alleine meinen Arbeitsbereich in einem Einzelzimmer haben. Bin für Arbeitskollegen nicht zu verkraften und nicht zu verstehen. Bin nicht mehr normal.

Regina

teamdopamin

Hallo, wir sind Christoph aus Dortmund und May aus Hamburg. Wir wollen über Morbus Parkinson informieren und aufzeigen, wie vielseitig die Erkrankung und der Umgang damit sein kann – aus der Sicht der Betroffenen selbst. Übrigens: Wir sind beide selbst an Parkinson erkrankt.

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